Fortbildungsabend für Bereitschaftspflegefamilien im Kreis Borken: Herausforderungen und Unterstützung für traumatisierte Kinder
Im Kreis Borken ist am 12. Juni 2026 ein spannender Fortbildungsabend für Bereitschaftspflegefamilien über die Herausforderungen von traumatisierten Kindern durchgeführt worden. Insgesamt engagieren sich dort 16 solcher Familien, die den Kleinsten in Krisensituationen ein sicheres Zuhause bieten. Die Veranstaltung fand in der Nebenstelle des Fachbereichs Familie und Jugend in Stadtlohn statt und war ein voller Erfolg, denn zwölf Familien hatten sich dazu entschlossen, daran teilzunehmen. Die Atmosphäre war, wie man es sich erhofft, von einem regen Austausch geprägt.
Der Abend wurde von Cordula Raabe von der Praxis Westphal und Weitenberg geleitet, die den Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Impulse für ihren Alltag mit auf den Weg gab. Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Erkenntnis, dass traumatisierte Kinder oft mit Erfahrungen von Vernachlässigung und häuslicher Gewalt konfrontiert sind. Diese Erlebnisse beeinflussen ihr Verhalten stark, und die Pflegefamilien mussten lernen, wie sie diesen Kindern einfühlsam begegnen können. Der Leitsatz des Abends lautete: „Traumatisierte Kinder brauchen keine perfekten Pflegeeltern, sondern verlässliche Erwachsene, die Beziehung anbieten wollen.“
Die Bedeutung stabiler Beziehungen
Die Veranstaltung thematisierte auch die Bedeutung stabiler Beziehungen für die Entwicklung der Kinder. Verlässlichkeit und emotionale Sicherheit sind essenziell, um den kleinen Seelen zu helfen, sich zu erholen und zu wachsen. Es ging nicht nur um die Theorie, sondern auch um den Austausch persönlicher Erfahrungen, was die Teilnehmer ermutigte und ihnen neue Perspektiven eröffnete. Es ist schon beeindruckend, wie viel Engagement und Herzblut in dieser Gruppe steckt.
Ein weiteres Highlight des Abends war der Blick in die Zukunft. Eine weitere Fortbildung ist für November 2026 geplant, die sich mit Anbahnungsprozessen bei der Vermittlung von Kindern beschäftigen wird. Wer Fragen hat, kann sich an Tina Reintges vom Pflegekinderdienst des Kreises Borken wenden, die unter t.reintges@kreis-borken.de erreichbar ist. Für Presseanfragen steht Daniel Schemmer unter der Telefonnummer 0 28 61 / 681-2424 zur Verfügung.
Hintergrundinformationen zur Bereitschaftspflege
Bereitschaftspflege ist eine wichtige Form der Krisenhilfe im Kinderschutz. Oftmals handelt es sich um jüngere Kinder, die vorübergehend in speziell geschulten Familien untergebracht werden. Diese Formen der Unterbringung sind für die Kinder nicht nur eine Herausforderung, sondern können auch zu Trennungs- und Ungewissheitserfahrungen führen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Pflegepersonen gut auf diese Situationen vorbereitet sind.
Fortbildungen wie die in Borken sensibilisieren die Teilnehmenden für die Erlebensperspektiven junger Menschen und ihrer Eltern. Die Begleitung der Bereitschaftspflegepersonen steht dabei im Fokus. Der Austausch über rechtlich normierte und sozialpädagogisch relevante Prozesse ist ein zentraler Bestandteil. Solche Fortbildungen ermöglichen es den Pflegeeltern, Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu gewinnen und ihre eigene Haltung und Praxis zu reflektieren. Die positive Wirkung solcher Veranstaltungen auf das eigene professionelle Selbstverständnis ist nicht zu unterschätzen.
Insgesamt ist das Engagement für traumatisierte Kinder im Kreis Borken ein gutes Beispiel dafür, wie vielschichtig und wichtig die Unterstützung in Krisensituationen ist. Gerade in einer Zeit, in der viele Familien mit Herausforderungen kämpfen, ist es beruhigend zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich aktiv für die Kleinsten einsetzen und ihnen eine sichere Umgebung bieten wollen. Die Zusammenarbeit und das Lernen voneinander sind dabei unerlässlich.
Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.
