Ruth Fehlker wird in Vorstand der AGKOD gewählt: Ein Zeichen der Erneuerung für die katholische Frauengemeinschaft
Heute ist der 29.06.2026 und wir werfen einen Blick nach Deutschland, genauer gesagt nach Coesfeld, wo sich kürzlich eine spannende Veränderung in der katholischen Landschaft vollzogen hat. Ruth Fehlker, eine engagierte Pastoralreferentin aus dieser Stadt, wurde in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) gewählt. Dies ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für Fehlker, sondern auch ein bedeutender Schritt für die katholische Frauengemeinschaft.
Als geistliche Leiterin des Bundesverbands der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) bringt sie frischen Wind in die AGKOD, die rund 125 katholische Verbände und Initiativen vereint. Ihre Wahl erfolgt im Zuge eines Wechsels im Vorstand, in dem Jutta Flüthmann, die bisherige Vorstandsmitglied, auf Ruth Fehlker folgt. Interessanterweise wird Brigitte Lehmann, die Vorsitzende des Diözesankomitees im Bistum Münster, nicht mehr Teil des neuen Vorstands sein. Matthias Dantlgraber, der Bundesgeschäftsführer des Familienbundes der Katholiken, wurde zum neuen Vorsitzenden der AGKOD gewählt. Die AGKOD hat sich zum Ziel gesetzt, die Anliegen katholischer Organisationen in Kirche und Gesellschaft wirkungsvoll zu vertreten – ein Anliegen, das Fehlker mit ihrer umfassenden Erfahrung und ihrem Glauben tatkräftig unterstützen möchte.
Ruth Fehlkers Werdegang
Ruth Fehlker hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Aufgewachsen in Waltrop, fand sie schon früh den Weg zur Kirche, stark geprägt durch ihre Familie und die Kirchengemeinde. Ihre Verbindung zur KFD begann über ihre Mutter, was sie in ihrer Kindheit und Jugend nachhaltig beeinflusste. Besonders prägend waren die Fahrten nach Taizé, die ihr Interesse an internationaler Vernetzung und spirituellen Themen weckten. Nach einem freiwilligen Jahr in einem katholischen Jugendzentrum in Großbritannien entschied sie sich für das Studium der katholischen Theologie in Münster. Dort absolvierte sie auch die Ausbildung zur Pastoralreferentin.
Seit 2014 ist sie nun in katholischen Gemeinden in Coesfeld tätig. Ihre Leidenschaft für die KFD führte schließlich zu ihrer Wahl als geistliche Leiterin in den Ortsgruppen und 2022 zur Position im Diözesanverband Münster. In dieser Rolle gestaltet Fehlker Besinnungstage und Liturgie-Workshops, begleitet Frauen auf ihrem geistlichen Weg und setzt sich für die Ermächtigung von Frauen in der Kirche ein. Diese Ermächtigung ist ein zentrales Anliegen der KFD, die einen Raum bietet, in dem Frauen ringen, suchen, zweifeln, wachsen, hoffen und handeln können.
Engagement und Visionen
Ruth Fehlker bringt nicht nur liturgische Erfahrung und kreative Fähigkeiten in die AGKOD ein, sondern auch eine tiefe Überzeugung, dass die KFD das Potenzial hat, Zeichen in Kirche und Gesellschaft zu setzen. Sie ist im Leitungsteam aktiv und organisiert verschiedene Formate, die Frauen ermutigen, ihre eigene „Glaubenssprache“ zu entwickeln. Ihr Engagement geht über die Kirche hinaus; sie berät Gruppen bei der Gestaltung von Gottesdiensten und war an der Konzeption der Ausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam Hoffen“ zum Thema Kirchenasyl beteiligt, die 2024 stattfinden soll. Außerdem ist sie seit 2016 ehrenamtliches Mitglied der bischöflichen Frauenkommission im Bistum Münster und hat auch bei „feministisch predigen“ mitgewirkt.
In einer Zeit, in der die katholische Kirche vor Herausforderungen steht und sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet, ist die Wahl von Ruth Fehlker in den AGKOD-Vorstand ein Zeichen für Hoffnung und Erneuerung. Ihre vielfältigen Erfahrungen und ihr Engagement für Frauen und die Gemeinschaft zeigen, wie wichtig es ist, dass Frauen in der Kirche Gehör finden und aktiv mitgestalten können. Die Entwicklungen, die Fehlker und ihre Kolleginnen vorantreiben, könnten möglicherweise auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Strahlkraft entfalten.
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