Coesfeld hat in der letzten Woche einen heftigen Starkregen erlebt, der die Stadt und vor allem die Geschäftsinhaber an der Süringstraße vor eine Herausforderung stellte. Aber, wie es aussieht, hat sich die Investition in ein neues Rohrsystem für die Kanalisation ausgezahlt. Die Vorbereitungen der Ladenbesitzer, die mit Sandsäcken ihre Geschäfte schützten, scheinen nicht umsonst gewesen zu sein. Ein Glück, denn die neue Verrohrung hat offenbar verhindert, dass Wasser auf der Straße stand.

Ralf Messing, ein Friseurmeister in der Süringstraße, berichtete, dass trotz des Spritzens von Wasser aus den Abflüssen sein Laden dank Pumpen trocken blieb. Das klingt nach einem echten Glücksgriff. Er erinnerte sich an die Probleme, die er bereits am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt hatte, als Wasseransammlungen ihn in die Bredouille brachten. Auch Rudolf Eismann von einem Bastelgeschäft hatte mit Wasser zu kämpfen – drei Eimer waren es in seinem Keller. Schlimmer hätte es werden können, vermutet er, wenn der Regen länger gedauert hätte.

Wassermanagement in Coesfeld

Die Stadt Coesfeld erhielt nur eine Meldung über Wasser, das durch Mauerrisse in ein Haus eindrang. Stadtsprecherin Andrea Zirkel erklärte, dass der Starkregen als ein Ereignis mit einer Jährlichkeit zwischen 30 und 50 eingestuft wurde. Das bedeutet, dass die Kanalisation in der Regel nicht auf solche Wassermassen ausgelegt ist. Rückstau in Hausanschlussleitungen kann die Folge sein, wenn die Kanalisation überstaut ist. Und das ist nicht nur ein Problem für die Stadt, sondern auch für die Grundstückseigentümer, die für Schäden durch Rückstau haften, wenn keine Rückstausicherungen installiert sind.

Hier kommt die Verbraucherzentrale ins Spiel, die darauf hinweist, dass Rückstau-Risiken in einer Elementarschadenversicherung abgesichert werden müssen. Bei heftigen Niederschlägen können Abwasserkanäle überlastet werden, was zu ernsthaften Schäden an Wänden, Böden und Einrichtung führen kann. Und in Coesfeld scheint das neue Rohrsystem tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Situation gehabt zu haben. Simone Hauling von Tüdelkram vermutete, dass genau dieses Rohr geholfen hat, denn ihr Geschäft blieb trocken.

Schutzmaßnahmen und Hausbesitzer

Die Feuerwehr wurde am Freitagabend nur zu einem Einsatz in der Innenstadt gerufen, während es in der Süringstraße überraschend ruhig blieb. Die neue Harke in der Kanalisation hat offenbar das Oberflächenwasser erfolgreich in die Berkel abgeleitet. Das ist eine gute Nachricht für die Coesfelder. Dennoch sollten Grundstückseigentümer sich bewusst sein, dass sie für den Schutz vor Rückstau verantwortlich sind, insbesondere wenn sie Räume unterhalb des Straßenniveaus haben. Abwasserhebeanlagen und Rückstausicherungen sind essentielle Sicherheitsvorkehrungen.

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Moderne Abwasserkanäle haben oft einen begrenzten Durchmesser, was Rückstau begünstigt. Umso wichtiger ist es, diese Schutzmaßnahmen bereits bei der Bauplanung zu berücksichtigen. Ein weiterer Punkt sind regelmäßige Wartungen von Hebeanlagen und Rückstausicherungen, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Die Kosten für solche Sicherungen können variieren, aber sie sind eine Investition in die Sicherheit des eigenen Zuhauses.

Die aktuelle Situation in Coesfeld zeigt, dass auch durch präventive Maßnahmen und rechtzeitige Vorbereitungen schlimmere Schäden abgewendet werden können. Ein gutes Beispiel, wie sich Investitionen in die Infrastruktur auszahlen können – nicht nur für die Stadt, sondern für jeden einzelnen Bürger.

Wenn Sie mehr über Rückstausicherungen und deren Bedeutung erfahren möchten, können Sie sich weiter informieren unter diesem Link.

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