Am vergangenen Sonntag fand im Kreis Euskirchen der Aktionstag „Zu Gast in der eigenen Heimat“ statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Menschen aus der Region über die lokalen touristischen Schätze in Natur und Kultur zu informieren. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher und bot eine Vielzahl von Aktivitäten, die die Schönheit und Geschichte der Umgebung hervorhoben.
Eine der Teilnehmerinnen, Marion Judick, besuchte die Römische Kalkbrennerei in Iversheim, die 1960 entdeckt wurde und seit 2021 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Diese Kalkbrennerei ist nicht nur ein historisches Relikt des Niedergermanischen Limes, sondern gehört auch zu den bedeutendsten Stätten Deutschlands, die mit berühmten Orten wie dem Kölner Dom und Schloss Neuschwanstein in Verbindung stehen. Im Vorjahr verzeichnete die Römische Kalkbrennerei etwa 500 Besucher, was das große Interesse an dieser historischen Stätte unter Beweis stellt. Harald Musal, der Verantwortliche vom Dorfverschönerungs-Verein Iversheim, bot Führungen an und unterstützte die Veranstaltung mit wertvollen Informationen.
Vielfältige Erlebnisse am Aktionstag
Zu Beginn des Aktionstags versammelte sich eine 17-köpfige Gruppe am Eingang der Kalkbrennerei. Unterstützt von Johannes Zavelberg, der über die antike Kalkherstellung referierte, erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Geschichte und Technik der Kalkproduktion. Neben der Besichtigung der Kalkbrennerei gab es auch eine Führung durch Junior Ranger im Nationalpark Eifel unter dem Motto „Raus in die Natur“. Rund 20 Personen nahmen an dieser Führung teil, die von den Geschwistern Jonna (13) und Jasper (10) aus Bad Münstereifel geleitet wurde. Diese jungen Ranger haben ein Jahr lang eine Grundausbildung durchlaufen und führen nun Gruppen durch den Nationalpark.
Die Aktivitäten während der Führung umfassten Wandern, Ratespiele und Fangspiele, die für viel Spaß und Interaktion sorgten. Auch Familien wie die Boddenbergs aus Leverkusen und die Bachems nahmen teil und hatten bereits an ähnlichen Veranstaltungen großen Gefallen gefunden. Die Programmorganisation lag in den Händen von Maike Schlüter, die die Junior Ranger anleitete und sicherstellte, dass die Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis hatten.
Welterbetag 2025: Ein Blick in die Zukunft
Ein weiterer spannender Aspekt, der im Zusammenhang mit den UNESCO-Welterbestätten steht, ist der bevorstehende Welterbetag am 1. Juni 2025. Dieser wird von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland veranstaltet und findet seinen Eröffnungsort in der Hildesheimer Michaeliskirche. Unter dem Motto „Vermitteln, verbinden, begeistern“ werden mehr als 350 Veranstaltungen angeboten, die das Ziel verfolgen, niedrigschwellige Zugänge für Interessierte zu schaffen. Zu den Highlights zählen Sonderführungen, Workshops und interaktive Formate, die auch Familien- und Kinderprogramme umfassen.
Die Vielzahl der deutschen UNESCO-Welterbestätten, insgesamt 54, bietet eine breite Palette an Möglichkeiten für Erkundungen und Erlebnisse. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen und das Entdecken der Welterbestätten ist nicht nur eine Bereicherung für die eigene Bildung, sondern auch ein wichtiger Schritt zum Schutz und Erhalt dieser global bedeutenden Stätten. Weitere Informationen und Details zu den Veranstaltungen sind auf der Website des Welterbetags zu finden: unesco-welterbetag.de.
Insgesamt zeigt der Aktionstag im Kreis Euskirchen, wie wichtig es ist, lokale Schätze zu entdecken und zu bewahren. Die Verbindung von Kultur und Natur trägt dazu bei, das Bewusstsein für die eigene Heimat zu stärken und zukünftige Generationen für den Erhalt dieser wertvollen Stätten zu sensibilisieren.