In Gütersloh gibt es derzeit keine Sprünge mehr aus schwindelerregenden Höhen. Die Stadtwerke haben das Nordbad-Freibad an der Kahlertstraße 70 bis auf Weiteres geschlossen. Der Grund? Erhebliche Schäden im Bereich des Fundaments des Sprungturms. Bei einer routinemäßigen Nutzungs-Überprüfung wurden Auffälligkeiten festgestellt, die zur Schließung führten. Ein Experte hat die Standfestigkeit des Turms als nicht mehr gegeben eingeschätzt. Zwar besteht momentan kein Risiko eines Kippens, aber ganz ausschließen kann man das nicht. Es bleibt also spannend, was die weiteren Untersuchungen ergeben werden. Die Sicherheit der Gäste hat selbstverständlich oberste Priorität. Mehr dazu hier.
Die Schließung des Sprungturms kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich stehen die heißesten Tage des Jahres vor der Tür! Die Plattformen in 3, 5, 7,5 und 10 Metern Höhe sind bis auf weiteres nicht verfügbar. Während die Stadtwerke zunächst keine genaue Ursache für die Schließung nennen, soll die Untersuchung des Turms durch Fachleute kurzfristig beginnen. Zumindest können die Badegäste weiterhin das Sprungbecken und das 1-Meter-Brett nutzen, was ein kleiner Trost ist. Die Betreiber betonen, dass die Sicherheit der Besucher an erster Stelle steht. Hier gibt es weitere Informationen.
Ein wenig Geschichte
<pInteressanterweise war der Erhalt des Sprungturms bereits Ende letzten Jahres ungewiss. Die Ratsfraktionen im Sportausschuss hatten sich damals auf eine Sanierungsvariante geeinigt, die den Erhalt des Turms vorsah. Nun sind die Pläne in der Schublade, während die Stadtwerke sich um die aktuellen Probleme kümmern müssen. Die Schließung bleibt also nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine politische. Der Druck, sowohl die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten als auch während der Badesaison möglichst viele Attraktionen anzubieten, ist enorm. Angesichts des bevorstehenden guten Wetters wird die Situation für alle Beteiligten immer drängender. Nähere Einzelheiten hier.
In der Zwischenzeit können die Inhaber von Saisonkarten auf die „Welle“ ausweichen, was zumindest eine kleine Abwechslung bietet. Es bleibt abzuwarten, wie schnell die Experten die Ursachen für die Schäden am Sprungturm klären können. Ein bisschen Geduld ist jetzt gefragt – und vielleicht einen Sprung ins kühle Nass!
