In Hamm, einer Stadt, die oft im Schatten ihrer größeren Nachbarn steht, gibt es spannende Neuigkeiten aus der evangelischen Kirchengemeinde. Pfarrerin Vera Gronemann hat sich entschieden, die Emmaus-Kirchengemeinde zu verlassen. Ihr Wechsel zur Evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren im Kirchenkreis Tecklenburg wird nach den Sommerferien 2026 vollzogen. Diese Entscheidung kam nicht einfach über Nacht. Gronemann betont, dass es ihr schwergefallen ist, aber die Aussicht auf eine langfristige Wohn- und Bleibeperspektive für ihre Familie im Pfarrhaus war ausschlaggebend.

Gronemann, die seit Mitte März 2022 Teil des Interprofessionellen Pastoralteams (IPT) der Gemeinde war, wird von vielen vermisst werden. Ihre offizielle Einführung fand am 1. Mai 2022 statt. Nach einer Elternzeit, die sie Anfang 2026 beendete, kehrte sie für kurze Zeit in den Dienst zurück – nur um nun einen neuen Weg einzuschlagen. Während ihrer Abwesenheit übernahm Pfarrerin Elke Markmann ihre Vertretung und hat in dieser Zeit eine tragende Rolle gespielt.

Ein emotionaler Abschied

Markmann, die seit Mai 2024 in der Emmaus-Kirchengemeinde tätig war, hat zahlreiche Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten geleitet. Der Abschied von der Gemeinde, die ihr so ans Herz gewachsen ist, fällt ihr schwer. Sie selbst beschreibt die Situation als emotional. „Ich habe viele Radwege und Straßen in der Umgebung kennengelernt“, sagt sie, während sie die vier Kirchen der Gemeinde hervorhebt. Am 11. Januar 2026 wird ein Abschiedsgottesdienst im Emmaus-Haus stattfinden, um Markmann gebührend zu verabschieden.

Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Dynamik innerhalb der Kirchengemeinde verändert. Markmann hat nicht nur die Gemeinde geleitet, sondern auch den Vorsitz im Presbyterium innegehabt und wird von Diakonin Sina Kottmann für ihr Engagement und ihre Initiative gelobt. Das Presbyterium der Emmaus-Kirchengemeinde muss nun überlegen, wie es mit Gronemanns Nachfolge verfahren wird. Die Verantwortung für die Wiederbesetzung der Pfarrstelle wird in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Hamm diskutiert.

Der Prozess der Nachbesetzung

Wie es nun weitergeht? Der Prozess zur Besetzung der Pfarrstelle wird durch verschiedene Regelungen und Verfahren begleitet. Das Gemeindepfarrstellenbesetzungsgesetz und Kirchengesetze bieten klare Rahmenbedingungen, doch der individuelle Austausch mit den zuständigen Stellen ist unerlässlich. Ein Routenplaner zur Pfarrstellenbesetzung liefert nicht nur Informationen, sondern auch Muster-Zeit- und Terminpläne, die die Gemeinde auf ihrem Weg unterstützen können. Hierbei steht die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landeskirchenamt zur Verfügung.

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Die Herausforderung besteht darin, die richtige Person zu finden, die die Lücke füllen kann. Nach der Besetzung wird eine Dienstanweisung erstellt, um den neuen Pfarrer oder die neue Pfarrerin in die Gemeinde zu integrieren. Die nächsten Monate werden für die Emmaus-Kirchengemeinde also entscheidend sein, und die Mitglieder sind auf das, was kommt, gespannt.