Mit den ersten warmen und sonnigen Tagen zieht es immer mehr Menschen auf die Straßen. Das ist auch in Herne und Bochum nicht anders. Hier hat die Polizei eine länderübergreifende Aktion namens „sicher.mobil.leben“ ins Leben gerufen, die speziell auf die Sicherheit von Zweiradfahrern abzielt. Bei den Kontrollen wurden fast 90 Fahrzeuge überprüft – von Pkw über Fahrräder bis hin zu E-Scootern und Motorrädern. Die Ergebnisse waren teils alarmierend: Insgesamt wurden 40 Verstöße festgestellt, darunter die Nutzung des Handys während der Fahrt, das Fahren auf Gehwegen, die Benutzung von E-Scootern zu zweit und das Fahren entgegen der Fahrtrichtung. Glücklicherweise war der Großteil der kontrollierten Personen jedoch verantwortungsbewusst unterwegs. Die Polizei betont dennoch, dass es auch weiterhin erhebliche Risiken im Straßenverkehr gibt, insbesondere für Zweiradfahrer. Weitere Kontrollen sind bereits angekündigt, und man darf gespannt sein, was dabei ans Licht kommt.
Die Aktion in Herne ist nur ein Teil eines größeren Bildes in Deutschland. Am 28. April führte die Bayerische Polizei ebenfalls Schwerpunktkontrollen durch, im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick“. Hier wurden sage und schreibe 6.812 Verstöße bei rund 13.400 Kontrollen registriert. Darunter waren 604 Rotlichtmissachtungen und 616 Verstöße aufgrund von Ablenkung, wie etwa Handynutzung. Fast 1.700 Beamtinnen und Beamte waren im Einsatz, was zeigt, wie ernst die Situation genommen wird. Innenminister Joachim Herrmann hat die Wichtigkeit von Achtsamkeit und Verantwortung im Straßenverkehr betont und darüber hinaus auch die Verkehrsunfallstatistik 2025 vorgestellt.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Zahlen aus Bayern sind nicht zu übersehen. Im Jahr 2025 gab es 8.035 Motorradunfälle mit 104 getöteten Motorradfahrern. Auch Radfahrer mussten teils bittere Rückschläge hinnehmen: 82 von ihnen verloren ihr Leben. Besonders aufhorchen lässt die Entwicklung bei den E-Scootern, wo 2.534 Verkehrsunfälle registriert wurden. Hier zeigt sich ein besorgniserregender Trend, der auch in Herne nicht ignoriert werden kann. E-Scooter haben sich in den letzten Jahren rasant verbreitet, und mit ihnen die Unfallzahlen. Die häufigste Unfallursache liegt in der falschen Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen. Autsch, das tut weh! Und besonders besorgniserregend ist das Fahren unter Alkoholeinfluss, was in 12 Prozent der Fälle als Unfallursache festgestellt wurde. Man fragt sich, wie viele von diesen Fahrern wirklich nachgedacht haben, bevor sie auf den Scooter gestiegen sind.

Die Gefahr lauert überall

Komischerweise stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle im Jahr 2024 um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet, dass es insgesamt fast 12.000 Unfälle gab – eine Zahl, die einem schon etwas mulmig werden lässt. 27 Menschen starben bei diesen Unfällen, und alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Rund 1.500 Menschen wurden schwer verletzt und etwa 11.400 leicht. Das macht klar: E-Scooter sind kein Spielzeug! Besonders unter den jungen Fahrern, die oft unter 25 Jahre alt sind, geht es oft drunter und drüber. Und ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte: Nutzer geliehener E-Scooter verursachen häufiger Unfälle als die Besitzer eigener Modelle. Vielleicht liegt es daran, dass man sich mit dem geliehenen Roller nicht so gut auskennt?
Die Polizei und die Politik reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie die Radinfrastruktur ausbauen wollen. In Bayern sind bis 2030 rund 1.500 Kilometer neue Radwege geplant, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Das klingt doch vielversprechend! Auf der Website www.sichermobil.bayern.de gibt es weitere Informationen zur Verkehrsunfallentwicklung und den Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.