Kontrollen am Hennesee: Vorschriften für Wassersportler und der Schutz vor der Quaggamuschel
Im malerischen Hochsauerlandkreis, genauer gesagt am Hennesee, wird es für Wassersportler jetzt richtig ernst. Die Kontrolleure Anhel Delic und Michael Knappstein haben die Aufgabe übernommen, die Einhaltung der Vorschriften für Boote und Stand-Up-Paddle-Boards (SUPs) zu überwachen. Ein wichtiges Augenmerk liegt auf der blauen Plakette des Ruhrverbands, die die Nutzung des Hennesees erlaubt. Wer ohne diese Plakette unterwegs ist, muss mit Strafen ab 350 Euro rechnen. Das ist kein Pappenstiel! Die Plakette gilt jedoch nur für den Hennesee, auf anderen Gewässern hilft sie nicht.
Während ihrer Schicht haben die Kontrolleure bereits fünf Mal die Personalien von Stand-Up-Paddlern aufgenommen, einige von ihnen waren sich nicht einmal bewusst, dass sie gegen die Regeln verstoßen. Die Kontrolleure berichten das dem Ruhrverband, um die Aufklärung zu verbessern. Auf Schildern rund um den Hennesee wird deutlich auf die Verbote für externe Boote, SUPs und Schlauchboote hingewiesen. Lustigerweise sind Luftmatratzen erlaubt – also, wenn das mal nicht ein Zeichen für entspannte Sommertage ist! Schlauchboote hingegen sind ein absolutes No-Go. Bei Widerstand müssen die Kontrolleure die Polizei hinzuziehen. Das Ziel dieser Maßnahmen? Der Schutz des Hennesees vor der Quaggamuschel, die das biologische Gleichgewicht gefährden könnte.
Die Quaggamuschel und ihre Gefahren
Die Quaggamuschel, eine invasive Art aus dem Schwarzmeerraum, hat sich in den letzten Jahren über Wasserfahrzeuge und Ausrüstung verbreitet. Die Larven sind kaum zu erkennen und stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Sie filtern Plankton aus dem Wasser und entziehen heimischen Fischarten und anderen Wasserlebewesen die Nahrungsgrundlage. Das könnte fatale Folgen für die Flora und Fauna des Hennesees haben!
Das Wasser des Hennesees bietet zudem günstige Bedingungen für die Ansiedlung dieser Muschelarten. Technische Anlagen können durch die Besiedlung harter Oberflächen beschädigt und die Wasserqualität kann beeinträchtigt werden. Der Ruhrverband hat präventive Maßnahmen ergriffen, um eine Einschleppung zu verhindern. Ab 2026 werden die Regeln noch strenger. Dann ist die Nutzung mobiler Wassersportgeräte wie SUP-Boards und Kajaks oder Boote ohne festen Liegeplatz untersagt. Nur stationäre Boote mit festem Liegeplatz dürfen weiterhin genutzt werden.
AHOI-Regel für Wassersportler
Für alle, die am Hennesee aktiv sein möchten, hat der Ruhrverband die AHOI-Regel eingeführt. A steht für Ausleeren – also das Rest- und Bilgenwasser ablassen. H bedeutet Hochdruckreinigen – dabei werden Boot, Motor und Trailer gründlich gereinigt. O steht für optional desinfizieren – das betrifft schwer erreichbare Stellen. Und I? Intensiv trocknen, mindestens fünf Tage lang! Diese Regeln gelten natürlich nicht nur für Boote, sondern auch für Neoprenanzüge, Anglerausrüstung und Tauchequipment. Der Schutz des Hennesees erfordert das gemeinsame Handeln von Gästen und Einheimischen.
Doch warum all diese Mühe? Der Hennesee ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, bekannt für seine klare Wasserqualität und Freizeitmöglichkeiten, sondern auch ein wichtiger Trinkwasserspeicher. Das macht ihn besonders schützenswert. Um die Trinkwassergewinnung zu sichern und eine Erstbesiedlung durch die Quaggamuschel zu verhindern, sind diese Maßnahmen unerlässlich. Der Ruhrverband hat zudem in der Vergangenheit Informationstermine zu den Talsperren organisiert, um über die Ausbreitung der Quaggamuschel und deren Folgen aufzuklären.
Insgesamt wurden bisher 30 Seegäste kontrolliert, und die Mehrheit hielt sich an die Vorschriften. Nur fünf Paddler haben gegen die Regeln verstoßen. Ein gutes Zeichen! Doch es bleibt spannend, wie sich die Situation am Hennesee entwickelt – und ob die Quaggamuschel wirklich ferngehalten werden kann. Wer sich also auf den Weg zum Hennesee macht, sollte besser die Vorschriften im Hinterkopf behalten. Wir wollen ja schließlich, dass dieser schöne Ort weiterhin ein beliebtes Ziel bleibt!
Für weitere Informationen und Details zu den aktuellen Regelungen lohnt sich ein Blick auf die Webseite des WDR sowie die Seite des Hennesees. Es bleibt spannend – nicht nur für Wassersportler, sondern für alle, die die Schönheit des Hennesees genießen wollen.
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