In Höxter, einer kleinen Stadt in Deutschland, wird derzeit kräftig in die Modernisierung des Bundeswehr-Standorts investiert. Die Bauarbeiten haben bereits im vergangenen Jahr begonnen und sollen voraussichtlich bis März 2031 abgeschlossen sein. Insgesamt sind dafür beeindruckende 55 Millionen Euro eingeplant. In diesem Jahr stehen die Erneuerung von drei Hallen und der Bau eines Simulationsgebäudes an. Dieses neue Gebäude wird es Soldaten ermöglichen, Kriegs-Situationen am Computer nachzustellen – eine Art virtuelle Realität für die Bundeswehr. Die untere Etage des Simulationsgebäudes wird ein Schieß-Kino beherbergen, was die Trainingserfahrungen weiter verbessern soll. Man ist also auf dem richtigen Weg, um fast alle Bereiche der Hammerstein-Equord-Kaserne bis 2031 zu modernisieren. Michael Lutz, der Kommandeur der Kaserne, hat auch angedeutet, dass nach 2031 weitere Investitionen und Erweiterungen nötig sein könnten.

Die Kaserne in Höxter ist kein unbedeutender Standort. Sie beherbergt rund 800 Soldaten, darunter über 100 aus Husum, und etwa 50 zivile Angestellte. Die Bundeswehr hat hier zudem drei Außenstellen, die für verschiedene Übungen genutzt werden: einen Wasserübungsplatz im Brückfeld, ein Übungsgelände auf dem Bielenberg und eine Schießanlage in Taubenborn. Diese Vielfalt an Einrichtungen zeigt, wie wichtig die Kaserne für die Bundeswehr ist.

Umfangreiche Umbauarbeiten

Ein aktualisierter Zeitplan für den Umbau der Kaserne bis 2023 wurde von Oberstleutnant Frank Lüdemann, Leutnant Stefan Jahn und Sandor Gecsei vorgestellt. Ein spannendes Detail: Es werden zwei neue Soldatenunterkünfte mit 222 Einzelzimmern errichtet. Dafür müssen zwei Kompanieblocks, die schon 83 Jahre alt sind, weichen – ein Schritt, der auch von der Denkmalpflege genehmigt wurde. Block 4, der einst für den Kasernen-Ziegenbock genutzt wurde, ist bereits ausgeräumt, und die Versorgungsleitungen sind gekappt. Der Abriss dieses Blocks soll bald beginnen.

Die neuen Unterkünfte sollen den modernen Anforderungen des Verteidigungsministeriums entsprechen und mit Einzelzimmern, eigenem Sanitärbereich, LED-Lichtern, Flachbildschirmen, Kühlschränken und Internetanschlüssen ausgestattet sein. Die Kosten für diese beiden Neubauten belaufen sich auf 13,2 Millionen Euro. Darüber hinaus wird auch die alte Fahrzeughalle, die 216 Meter lang war und 70 Fahrzeugboxen hatte, abgerissen. Für 12 Millionen Euro wird eine neue Großhalle für Fahrzeuge gebaut, die 2023 fertig sein soll. Auch andere alte Gebäude werden abgerissen, darunter die Halle gegenüber der Sporthalle und die alte Reithalle.

Innovative Lösungen und Zukunftsausblick

Eine zentrale Waffenkammer für das ABC-Abwehrbataillon 7 wurde eingerichtet – ein wichtiger Schritt, da nun keine Waffen mehr in den Kompaniegebäuden lagern. Diese Waffenkammer kostete 1,4 Millionen Euro und bietet nicht nur Sicherheits- und Schließtechnik, sondern auch einen Raum zum Waffenreinigen. Auch die Heizungsanlage wird umgestellt: Statt Gas wird künftig eine Holzpellet-Anlage genutzt, wobei Gas nur im Notfall zum Einsatz kommt. Teil des alten Heizungsgebäudes wird abgerissen, und eine zentrale Steuerung für Wasser, Strom und Heizung installiert.

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Die Kaserne hat also viel in der Pipeline, und die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Die Wache zieht 2020 an ihren alten Platz zurück, und ein sanierter Block an der alten Wache wurde im März bezogen. Die Pläne sind ambitioniert, und die Investitionen zeigen, dass die Bundeswehr bereit ist, in die Infrastruktur zu investieren und gleichzeitig den Soldaten ein modernes Umfeld zu bieten.

Die Entwicklungen in Höxter sind Teil eines größeren Plans der Bundeswehr, die Infrastruktur landesweit zu verbessern. Laut der Jahresbilanz zur Infrastruktur der Bundeswehr sind solche umfassenden Modernisierungen nicht nur notwendig, sondern auch ein Zeichen für die zukünftige Ausrichtung der Truppe. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Jahresbilanz der Bundeswehr.

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