In Köln war die Atmosphäre elektrisierend, als die Fußballerinnen des FC Bayern München im DFB-Pokalfinale auf den VfL Wolfsburg trafen. Vor einer Rekordkulisse von 46.064 Zuschauern feierten die Bayern einen beeindruckenden 4:0-Sieg. Die Tore fielen durch Georgia Stanway, Pernille Harder, Momoko Tanikawa und Arianna Caruso. Es war ein denkwürdiger Abend nicht nur für den Klub, sondern auch für die Spielerin Alexandra Popp, die mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf das Spiel blickte. Popp, die nach der Saison zu Borussia Dortmund wechselt, hatte sich nach einem Muskelfaserriss in der Wade zurückgekämpft und spielte von Beginn an.
Emotional wurde es, als Popp über ihren verstorbenen Vater sprach, der ihr immer als Inspiration diente. „Ein Pokalsieg würde mir extrem viel bedeuten“, sagte Popp, „es wäre ein schöner Abschluss meiner Zeit hier.“ Ironischerweise markiert dieser Triumph für Bayern den dritten Pokalsieg nach den Jahren 2012 und 2025, während Popp, die nun 13 Mal den DFB-Pokal gewonnen hat, ihren letzten großen Titel-Angriff verpasste. Die Bayern hatten in der Liga-Saison nicht nur alle Spiele gewonnen, sondern auch Wolfsburg zweimal besiegt.
Das Spiel im Detail
Der DFB-Pokal ist für viele Teams eine große Herausforderung. Bayern-Coach José Barcala lobte die Leistung seiner Mannschaft, die nach der Halbzeit frischer und entschlossener auftrat. Zuvor hatten die Bayern im ersten Durchgang zwar nicht ihren besten Fußball gezeigt, doch ein Elfmeter für Bayern, nach einem Foul von Lineth Beerensteyn an Momoko Tanikawa, brachte die Wende. Stanway verwandelte den Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Die Wolfsburgerinnen hingegen hatten Schwierigkeiten, offensiv gefährlich zu werden, was sich letztlich fatal für sie auswirkte.
Vor dem Finale warnte Bayern-Star Giulia Gwinn vor der besonderen Herausforderung, die Wolfsburg darstellt. Trainer Stephan Lerch von Wolfsburg hatte betont, dass eine nahezu perfekte Leistung nötig sei, um die Bayern zu schlagen. Trotz heftiger Regenprognosen für das Finale war die Stimmung prächtig, und der Platz war vor dem Spiel optimal vorbereitet.
Popp und ihre Erfolge
Alexandra Popp, die 13 Mal den DFB-Pokal gewonnen hat – mehr als jeder andere, übertraf damit sogar Rekord-Sieger Bastian Schweinsteiger bei den Männern, der es auf sieben Titel bringt. Ihre Leistungen auf dem Platz sind beeindruckend und der Abschied von Wolfsburg wird für viele Fans schmerzlich sein. Denn während Borussia Dortmund derzeit keine Titelambitionen hat, wird Popp dort in eine neue Phase ihrer Karriere eintreten, in der sie nicht mehr die gleiche Erfolgsgeschichte schreiben kann, wie sie es in Wolfsburg tat.
Die Statistik spricht für sich: Bayern München hat in der aktuellen Liga-Saison eine Siegquote von 100 % und ist sowohl zu Hause als auch auswärts ungeschlagen. Im Gegensatz dazu hat Wolfsburg, obwohl sie in der Vergangenheit erfolgreich waren, in den letzten zwei Begegnungen gegen Bayern verloren. Die Ausgangslage für das Pokalfinale war also klar, aber der Fußball ist bekannt für seine Überraschungen.
So, während die Bayern feiern und sich über ihren Pokalsieg freuen, bleibt für Popp nur der Blick nach vorne, auf eine neue Herausforderung bei Borussia Dortmund. Ein Kapitel schließt sich, ein neues beginnt, und die Fußballwelt wird gespannt verfolgen, was als Nächstes kommt.