Eine spannende Ankündigung erreicht uns aus Köln: Ab dem 1. Juli 2026 wird der Kölner Dom, eine der bedeutendsten Kirchen der Welt und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland, eine „Besichtigungsgebühr“ von 12 Euro für touristische Besuche erheben. Diese Entscheidung wurde am Dienstag vom Metropolitankapitel bekannt gegeben. Dompropst Guido Assmann stellte das neue Konzept und die Preisgestaltung vor, das vor allem der Instandhaltung des beeindruckenden Bauwerks zugutekommen soll. Der Dom hat schließlich nicht nur eine immense kulturelle, sondern auch eine beträchtliche finanzielle Verantwortung zu tragen.

Die Gebühr wird nicht für alle Besucher gelten. So erhalten Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende, Studierende, Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaber eines NRW Sozialpasses einen ermäßigten Preis von 6 Euro. Kinder bis 13 Jahre haben sogar freien Eintritt, und das gilt auch für die Schatzkammer sowie die Turmbesteigung. Darüber hinaus sind Menschen mit Schwerbehinderung und deren Begleitpersonen sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins von der Gebühr befreit. An besonderen kirchlichen Anlässen bleibt der Dom ebenfalls kostenfrei zugänglich, wie etwa während der Dreikönigswallfahrt Ende September oder an den Feiertagen, an denen weniger Gottesdienste stattfinden.

Besichtigungszeiten und Ticketkauf

Die Besichtigungszeiten für touristische Besucher sind klar geregelt: Montag bis Samstag von 10 bis 17.45 Uhr, mit dem letzten Einlass um 17.30 Uhr. An Sonntagen und kirchlichen Feiertagen gibt es die Möglichkeit, den Dom zwischen 13.30 und 16.30 Uhr zu besuchen. Tickets können bequem online erworben werden, und QR-Codes im Umfeld des Doms führen direkt zur Ticketseite. Für diejenigen, die es vorziehen, persönlich zu kaufen, steht eine zentrale Ticketkasse im Kurienhaus am Roncalliplatz 2 zur Verfügung. Der Vorverkauf startet am 15. Juni 2026, wobei maximal neun Tickets pro Buchung bis zu drei Monate im Voraus erworben werden können.

Die Notwendigkeit dieser Gebühr wird von Dompropst Assmann und Domrendant Clemens van de Ven klar betont. Die jährlichen Unterhaltskosten für den Dom belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro, was mehr als 40.000 Euro pro Tag entspricht! Diese Kosten sind in den letzten Jahren gestiegen; vor einigen Jahren lagen sie noch bei rund 12 Millionen Euro. Ein Großteil der Finanzierung kommt vom Zentralen Dombauverein und der Kulturstiftung Kölner Dom, während das Erzbistum, das Land und die Stadt weniger als die Hälfte der Kosten decken. Die Einnahmen aus der Turmbesteigung und der Domschatzkammer reichen einfach nicht mehr aus, und die Rücklagen zur Deckung von Defiziten sind weitgehend aufgebraucht.

Ein Ort des Glaubens

Trotz der neuen Gebühr bleibt der Kölner Dom ein offener Ort des Glaubens. Der Zugang zu Gottesdiensten und persönlichem Gebet bleibt kostenlos. Diese Zugänge erfolgen über das Nordportal, das sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof befindet. Dompropst Assmann hat auch betont, dass der Dom ein Ort der Gemeinschaft und des Glaubens bleiben soll, weshalb die Gebühren nicht für seelsorgliche Anlässe gelten. Die Mitgliedschaft im Zentralen Dombau-Verein, die ab 20 Euro pro Jahr verfügbar ist, ermöglicht weiterhin kostenlosen Eintritt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit der Einführung der Besichtigungsgebühr wird der Kölner Dom nicht nur weiterhin ein Ort der Besinnung und des Gebets bleiben, sondern auch die finanzielle Basis sichern, die für seinen Erhalt unverzichtbar ist. Ein Blick in die Geschichte: Die Grundsteinlegung für den gotischen Neubau fand bereits 1248 statt, und die Bauarbeiten wurden 1560 unterbrochen. Auch wenn die Zeiten sich ändern, bleibt der Dom ein Symbol für Glauben und Gemeinschaft – und nun auch für die Notwendigkeit, wertvolle Kulturgüter zu erhalten.

Für weitere Informationen und Details zu diesem Thema können Sie die vollständige Ankündigung auf DOMRADIO nachlesen.