Modernisierung des Kölner Hauptbahnhofs: Elektronisches Stellwerk bis 2027 geplant
Am Kölner Hauptbahnhof tut sich einiges. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass das elektronische Stellwerk bis 2027 modernisiert wird. Das klingt erstmal spannend, aber es bedeutet auch: Reisende müssen sich auf einige Einschränkungen einstellen. Der Grund für die Modernisierung ist klar: Ein stabilerer Zugverkehr soll her. Schließlich schwirren täglich etwa 1300 Züge durch den Bahnhof, wobei rund 740 davon Regional- und Fernzüge sind, die noch mit alter Relaistechnik unterwegs sind. Ein Umdenken ist dringend erforderlich!
Die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks wurde zuletzt wegen eines Softwarefehlers verschoben. Ursprünglich war alles für Ende 2022 geplant, doch nun nimmt die Bahn einen neuen Anlauf. Im Januar 2026, um genau zu sein, sollen die Gleise 1 bis 9 des Hauptbahnhofs wieder ans Netz gehen. Damit das alles reibungslos funktioniert, wird vom Freitag, dem 8. Januar, 21 Uhr, bis Dienstag, dem 19. Januar, 21 Uhr, der gesamte Fern- und Regionalverkehr eingestellt. Eine ganz schön lange Zeit, um den Kölner Hauptbahnhof stillzulegen. Aber, und das ist wichtig zu wissen: Die S-Bahnen sind von dieser Sperrung nicht betroffen und werden während der ganzen Zeit durchfahren.
Umbau und neue Technik
Während dieser Sperrpause wird nicht nur das Stellwerk unter die Lupe genommen. Auch auf den Bahnsteigen wird fleißig gewerkelt. Der Rückbau der Bahnsteigdächer an den Regionalverkehrsgleisen 1 und 2, 4 und 5 sowie 7 und 8 am Bahnhof Köln Messe/Deutz steht an. Alte Stellwerkgebäude am Betriebsbahnhof Hansaring müssen ebenfalls weichen. Und das ist noch nicht alles: An Gleis 2 und 3 wird ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen installiert, und die Beleuchtung an mehreren Bahnsteigen wird auf moderne LED-Technik umgestellt. Ein richtiger Modernisierungsschub!
Matthias Gramer von DB InfraGo äußert sich zu den Einschränkungen und entschuldigt sich für die erheblichen Belastungen, die für die Reisenden entstehen. Die Arbeiten wurden so terminiert, dass sie vor der Handball-WM und dem Karneval in Köln abgeschlossen sein sollen. Der Gedanke dahinter ist, die Belastung für die Reisenden so gering wie möglich zu halten. Immerhin ist der Kölner Hauptbahnhof eine der verkehrsreichsten Drehscheiben in Deutschland.
Zukunftsperspektiven
Auf lange Sicht gesehen ist die Modernisierung des Stellwerks aber ein Schritt in die richtige Richtung. Prognosen der Deutschen Bahn erwarten einen Anstieg von Personen- und Güterverkehr bis 2025, was die Notwendigkeit von Infrastrukturmaßnahmen weiter unterstreicht. Alte Signaltechnik wird ersetzt, und die neue Technik stabilisiert nicht nur die Verfügbarkeit im Kölner Hauptbahnhof, sondern macht ihn auch weniger störanfällig. Mit der digitalen Baustellenkarte für NRW können Reisende zudem jederzeit sehen, wo es zu Baustellen kommt, was die Planung erleichtert.
Die Umstellung auf das neue elektronische Stellwerk ist also ein großer Schritt in die Zukunft. Es wird erwartet, dass die neue Technik flexibler bei Gleissperrungen ist und die Instandhaltung vereinfacht wird. All diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die Digitalisierung der Schiene in Deutschland, und der Kölner Hauptbahnhof wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Wer hätte gedacht, dass hinter den Kulissen so viel los ist? Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge in den kommenden Monaten weiterentwickeln!
Für mehr Informationen zur Modernisierung des Kölner Hauptbahnhofs und den verschiedenen geplanten Arbeiten können Interessierte die Berichterstattung des WDR sowie die Details vom Kölner Stadt-Anzeiger nachlesen. Es bleibt spannend!
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