Heute ist der 9.05.2026 und Leverkusen steht vor bedeutenden Veränderungen. Die Stadt plant eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer, die ab dem 1. Januar 2026 auf einen Hebesatz von 1050 Prozentpunkten steigen soll. Das klingt erstmal nach viel, doch der Finanzbedarf der Stadt ist nicht gering. Die erwarteten Einnahmensteigerungen sind durchaus beeindruckend: Während man für das Jahr 2023 mit 16 Millionen Euro mehr rechnet, winken bis zum Jahr 2040 sogar fast 52 Millionen Euro. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Stadt ihre Finanzen in den Griff bekommen will.

Doch das ist nicht alles. Die Stadtverwaltung plant auch, den Erbbauzins zu erhöhen und mehr Grundstücke im Erbbaurecht zu verpachten. Hierbei hat die Stadt 447.000 Quadratmeter Bauland in petto, die nur darauf warten, bebaut zu werden. Eine Modellrechnung zeigt, dass bei einem Bodenrichtwert von 455 Euro pro Quadratmeter ein Einnahmepotenzial von 5,7 Millionen Euro besteht. Im Vorjahr konnte man aus der Erbpacht nur 50.000 Euro generieren, für dieses Jahr sind bereits 90.000 Euro eingeplant. Doch die Prognosen sind optimistisch: Bis 2035 könnten die Einnahmen aus der Erbpacht auf bis zu 3 Millionen Euro anwachsen.

Steigende Pachtpreise und neue Einnahmequellen

Natürlich bleibt auch das Grabeland nicht unberührt. Die Pacht für dieses wird verdoppelt, von 20 Cent auf 40 Cent pro Quadratmeter. Diese Maßnahme könnte der Stadt jährlich 18.000 Euro zusätzlich in die Kassen spülen. Und das ist noch nicht alles – eine Neubewertung von Flächen könnte weitere 25.000 Euro bringen. Auch die städtischen Tochtergesellschaften sollen langfristig mehr einbringen: Für dieses Jahr wird ein Plus von 1,75 Millionen Euro prognostiziert, das bis 2039 auf 25 Millionen Euro anwachsen könnte.

Die Gewerbesteuer wird ebenfalls nicht von den Veränderungen verschont bleiben. Geplant ist eine Erhöhung um 50 Punkte auf 330 im Jahr 2031, was Einnahmen von bis zu 42 Millionen Euro verspricht. Wenn man die stufenweisen Erhöhungen bis 2040 betrachtet, könnte die Stadt sogar mit Mehreinnahmen von 78 Millionen Euro rechnen. Auch die Gastronomie am Museum soll neu verpachtet werden und ab 2030 geschätzte Einnahmen von 15.000 Euro generieren. Einsparungen beim Museumsdepot nach Vertragsende im Sommer 2031 könnten zudem jährlich 80.000 Euro bringen.

Diese Pläne sind Teil einer umfassenden Strategie der Stadt Leverkusen, um die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Es bleibt abzuwarten, wie die Bürger auf die Erhöhungen reagieren werden. Aber eines ist klar: Die Stadt hat große Pläne, und die Zeit wird zeigen, ob diese auch die gewünschten Früchte tragen.

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Für weitere Details und hintergründige Informationen zu den finanziellen Entwicklungen in Leverkusen können Sie die Quelle [hier](https://mobil.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/leverkusen-die-stadt-will-mir-aus-ihrem-land-machen-1277504) nachlesen.