Heute ist der 13.07.2026, und in Nordrhein-Westfalen brodelt es gewaltig. Die AfD, die Alternative für Deutschland, hat einmal mehr Schlagzeilen gemacht – und das nicht wegen ihrer politischen Agenda. AfD-Bundestagsabgeordneter Matthias Helferich hat kürzlich seinen Fraktionskollegen Knuth Meyer-Soltau beschuldigt, ihn während der Landesvertreterversammlung in Marl beschimpft und sogar körperlich angegangen zu haben. Eine Vorwürfe, die für Aufregung sorgen und die ohnehin schon angespannte Stimmung innerhalb der Partei weiter anheizen.

Helferich hat angekündigt, Strafanzeige zu erstatten. Meyer-Soltau hingegen weicht den Vorwürfen aus und bestreitet sie vehement. Er unterstellt Helferich, er suche nach Genugtuung für seine Niederlage bei der Aufstellungsversammlung. Ein Machtkampf, der nicht nur die Gemüter erhitzt, sondern auch die Parteistrukturen auf eine harte Probe stellt. Meyer-Soltau plant sogar, die Angelegenheit seinem Rechtsanwalt zu übergeben und die Ermittlungsbehörden einzuschalten.

Ein trauriger Zustand

Die AfD-Bundesspitze äußert sich kritisch zu diesem Vorfall. Daniel Tapp, Sprecher von Parteivorsitzender Alice Weidel, bezeichnet den Vorfall als einen traurigen Zustand. Und das ist nicht alles: Während der Versammlung gab es zudem weitere Vorwürfe, darunter Drohungen eines Mitglieds des Landesvorstands gegen einen Wuppertaler Landtagsabgeordneten. Tapp macht unmissverständlich klar, dass solche Drohungen inakzeptabel sind.

Interessanterweise wurde bei dieser Versammlung auch die Landesliste für die nordrhein-westfälische Landtagswahl 2027 aufgestellt. Es ist kein Geheimnis, dass in der Partei ein Machtkampf zwischen den Lagern von Martin Vincentz und Matthias Helferich tobt. Vincentz wird dem Umfeld von AfD-Bundesvorsitzendem Tino Chrupalla zugerechnet, während Helferich als Weidel-nah gilt. Letztendlich setzte sich das Vincentz-Lager bei der Listenaufstellung durch, was die Spannungen innerhalb der AfD weiter anheizt.

Ein Blick auf die Zahlen

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die AfD nicht nur intern in der Kritik steht. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Gewaltdelikte gegen Parteien und deren Vertreter erheblich an. Besonders betroffen waren die AfD und die CDU. Die Polizei registrierte 5.140 Straftaten gegen Repräsentanten und Mitglieder von Parteien, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Die AfD war mit 1.852 Angriffen am stärksten betroffen, die meisten davon kamen aus dem linken Spektrum.

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Die Verleumdungen und Beleidigungen nehmen zu, und es gibt eine Vielzahl von Delikten, die von Sachbeschädigungen bis hin zu Störungen an Infoständen reichen. Die angespannten politischen Verhältnisse, insbesondere während des Wahlkampfs Anfang 2025, könnten einen Grund für diesen Anstieg darstellen. Die AfD, die ohnehin schon im Fadenkreuz der Öffentlichkeit steht, sieht sich einer Welle von Aggressivität gegenüber, die nicht nur das politische Klima, sondern auch das persönliche Wohl der Politiker belastet.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation innerhalb der AfD weiter entwickeln wird, besonders nachdem solche Vorfälle ans Licht gekommen sind. Ein spannendes, aber auch besorgniserregendes Kapitel in der Geschichte der politischen Auseinandersetzung in Deutschland.

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