Familienarchiv Brockhaus zieht ins Kreisarchiv des Märkischen Kreises
Heute ist der 21.06.2026 und wir haben Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland, die für alle Geschichtsinteressierten von Bedeutung sind. Das Familienarchiv der Unternehmerfamilie Brockhaus aus Plettenberg zieht ins Kreisarchiv des Märkischen Kreises in Altena. Ein Umzug, der auf Wunsch von Eckhard Brockhaus und mit dem Einverständnis der Archivarin Alexandra Haber erfolgt. Ein Schritt, der nicht nur für die Familie, sondern auch für die Region von großer Bedeutung ist.
Die Sammlung umfasst nicht nur Firmenakten, sondern auch Materialien zur freikirchlichen Brüderbewegung in Deutschland. Das ist besonders spannend, denn die Geschichte dieser Bewegung ist tief verwurzelt in der deutschen Kultur. Peter Friedrich Brockhaus, der die Ursprünge des Familienunternehmens im Jahr 1864 im Oestertal legte, gründete ein Unternehmen zur Herstellung von Drahtgeweben und Haushaltsartikeln. Interessant ist, dass sich das Unternehmen zur Schmiede Brockhaus Söhne entwickelte und heute als Brockhaus Group in verschiedenen Geschäftsbereichen wie Messtechnik, Stahl, Umwelt und Recycling firmiert.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Historie der Familie Brockhaus ist reich an faszinierenden Persönlichkeiten. Carl Brockhaus (1822-1899), ein herausragender Kopf der Brüderbewegung, spielte eine maßgebliche Rolle bei der Herausgabe der Elberfelder Bibel. Friedrich Brockhaus, geboren am 15. September 1828 in Himmelmert, war ein Pionier in der Drahtwarenindustrie, während Hermann Eberhard Brockhaus, Pastor in Plettenberg von 1691 bis 1707, als Stammvater der Plettenberger Linie gilt. Johann Hermann Jonathan Brockhaus war Teilhaber einer 1729 gegründeten Strumpf-Fabrik in Plettenberg, und Friedrich Wilhelm Brockhaus erlangte 1814 das Meisterrecht in der Tuchmacherzunft.
Ein wenig kurios ist auch die Tatsache, dass die Brockhaus-Siedlung in Kückelheim in den 1930er Jahren während der Zeit des Nationalsozialismus errichtet wurde. Diese Facette der Geschichte zeigt, wie vielschichtig die Familiengeschichte ist und wie eng sie mit den historischen Entwicklungen in Deutschland verwoben ist.
Digitalisierung und Zugänglichkeit
Mit dem Umzug ins Kreisarchiv wird auch die digitale Aufbereitung der historischen Fotos, Postkarten und Gemälde vorangetrieben. Diese werden nach der Digitalisierung in der Mediendatenbank des Märkischen Kreises einsehbar sein. Ein großer Vorteil für alle, die sich für die Geschichte der Familie und der Region interessieren. Es ist einfach fantastisch, wie solche Archive nicht nur der Bewahrung von Geschichte dienen, sondern auch dafür sorgen, dass sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Für den Märkischen Kreis bedeutet dies einen bedeutenden Zugewinn an historischen Dokumenten, die das kulturelle Erbe der Region bereichern. Das Familienarchiv Brockhaus ist somit nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein wertvoller Bestandteil der Gegenwart. Historische Daten und Geschichten bekommen durch diese Archivierung einen neuen Raum und können künftig von vielen Interessierten entdeckt werden.
Wer mehr über die Brockhaus-Familie erfahren möchte, findet weitere Informationen in unserer Quelle hier. Und auch die offizielle Pressemitteilung des Märkischen Kreises bietet spannende Einblicke, die man sich nicht entgehen lassen sollte: hier.
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