Heute ist der 28. Mai 2026 und der Märkische Kreis hat wieder Neuigkeiten, die Autofahrer in der Region aufhorchen lassen sollten. Überhöhtes Tempo – ein ganz großes Thema, wenn es um Verkehrssicherheit geht. In Deutschland gehört es zu den Haupt-Unfallursachen. Um dem entgegenzuwirken, veröffentlicht der Märkische Kreis seit vielen Jahren die Standorte seiner stationären Geschwindigkeitsmessgeräte, auch bekannt als Starenkästen, sowie die mobilen Geschwindigkeitsüberwachungswagen im Internet. Es ist also kein Geheimnis, wo die Kontrolleure sich aufhalten.
Für die kommende Woche, vom 01. bis 05. Juni 2026, stehen die mobilen Messstellen bereits fest. Am Montag, dem 01. Juni, wird in Altena an der Grünewiese und in Meinerzhagen am Hunswinkel, Valbert kontrolliert. Am Dienstag geht es dann weiter in Menden, wo die Bösperde und Platte Heide im Fokus stehen, und auch Werdohl ist nicht verschont – dort wird im Zentrum, am Höhenweg, Kettling und Kleinhammer gemessen. Weiter geht’s am Mittwoch mit Nachrodt-Wiblingwerde und Kierspe. Donnerstag ist ein Feiertag, und am Freitag wird in Hemer und Schalksmühle die Geschwindigkeit überprüft. Man darf gespannt sein, wie viele Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten werden. Und für alle, die es nicht wissen: Iserlohn hat eigene Messstellen, die nicht in dieser Übersicht aufgeführt sind.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die Kreispolizeibehörde hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschwindigkeitsmessungen im gesamten Kreisgebiet durchzuführen. Das soll nicht nur das Bewusstsein der Autofahrer schärfen, sondern auch die Unfallzahlen senken. Denn die Statistik spricht für sich: Unangepasste Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle. Die Folgen können verheerend sein – von schweren Verletzungen bis hin zu tragischen Unfällen, die das Leben vieler Menschen beeinflussen.
Der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Verkehrssicherheit wird in vielen Berichten untersucht. Laut einem Webinar von Dr. Hagen Schüller von PTV Transport Consult gibt es klare Zusammenhänge zwischen zu hoher Geschwindigkeit und dem Unfallgeschehen. Unangepasste Geschwindigkeiten können dazu führen, dass die Kontrolle über das Fahrzeug verloren geht. Das rechtzeitige Erkennen bevorrechtigter Fahrzeuge, der Bremsweg und die Unfallschwere werden ebenfalls beeinflusst. Das sind alles Punkte, die in der Verkehrssicherheitsarbeit berücksichtigt werden sollten.
Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbeeinflussung
Es gibt verschiedene Ansätze, um Geschwindigkeiten zu regulieren. Oftmals ist es jedoch nicht möglich, bestehende Straßen baulich so umzubauen, dass die Geschwindigkeiten gesenkt werden. Hier sind schnell umsetzbare Lösungen gefragt. Die Novellen der Straßenverkehrs-Ordnung und der Verwaltungsvorschrift zur StVO bieten mehr Handlungsspielräume, um die Höchstgeschwindigkeit im innerörtlichen Bereich zu reduzieren. Tobias Teschner von der Stadt Halle (Saale) führt aktuell Prüfungen des Streckennetzes durch, um Anpassungsbedarf zu identifizieren und somit die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Die Thematik rund um die Geschwindigkeit ist also nicht nur ein Thema für die Polizei, sondern ein Anliegen, das uns alle betrifft. Die kommenden Geschwindigkeitskontrollen im Märkischen Kreis sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sicherheit auf unseren Straßen ernst genommen wird. Die Frage bleibt: Wie viele werden die Hinweise ernst nehmen? Zumindest stehen die Messstellen fest und die Autofahrer können sich darauf einstellen. Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten.
Weitere Informationen zu diesen Themen sind auch in den Berichten des Märkischen Kreises zu finden sowie in den Ausführungen des Mobilitätsforums, das sich intensiv mit der Materie auseinandersetzt.
