Heute ist der 27. Mai 2026 und das Thema Bioabfall steht ganz oben auf der Agenda im Kreis Mettmann. Beatrice Waldapfel, die Abfallberaterin des Kreises, hat anlässlich des „Tags der Biotonne“ am 26. Mai eine spannende Kampagne ins Leben gerufen, um die Bürger über die richtige Trennung von Bioabfällen zu informieren. Kartoffelschalen, Rasenschnitt und Kaffeesatz sind nicht nur Abfall, sie sind wertvolle Rohstoffe für die Kompostierung! Wer hätte gedacht, dass wir so viel aus unseren Küchen und Gärten zurückgewinnen können? Hier gibt’s mehr dazu.
In der Küche dürfen Eier-, Gemüse-, Nuss- und Obstschalen sowie Bananen- und Zitrusschalen ohne schlechtes Gewissen in die Biotonne. Auch Kaffeesatz und Teebeutel (ohne Etikett und Metallklammer) finden hier ihren Platz. Aber Vorsicht! Gekochte Lebensmittel, Kleintierstreu mit Kot und Plastikgegenstände sind in der Biotonne absolut tabu. Das zieht Schädlinge an und kann sogar Krankheitserreger enthalten. Ein kleiner Tipp: Wer alte Schüsseln oder Kochtöpfe mit Deckel verwendet, macht es sich leichter, den Bioabfall zu sammeln. Feuchte Reste einfach in Küchenpapier einwickeln und regelmäßig entleeren – so bleibt die Biotonne frisch!
Die Bedeutung der Kompostierung
Kompostierung ist das älteste und einfachste Recyclingverfahren der Welt! Es ist das wichtigste Behandlungsverfahren für Bioabfälle in Deutschland und über die Hälfte der deutschen Haushalte besitzt mittlerweile eine Biotonne. Das zeigt, wie wichtig das Thema geworden ist. Wer denkt, dass Küchen- und Gartenabfälle nur Müll sind, der irrt gewaltig. Diese Abfälle haben ein enormes Potenzial als Energiequelle und Dünger. Im Jahr 2022 wurden etwa 55% der eingesammelten Bioabfälle in Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
Es ist bemerkenswert, dass Kompost und Gärreste aus unseren Bioabfällen vor allem in der Landwirtschaft und zunehmend im Ökolandbau Verwendung finden. Das ersetzt die energieintensive Herstellung von Kunstdüngern und fossilen Energieträgern. Eine angenehme Vorstellung, oder? Außerdem haben Städte und Landkreise eigene Abfallsatzungen, die die getrennte Sammlung von Bioabfällen regeln. So wird sichergestellt, dass jeder Bescheid weiß, welche Abfälle in die Biotonne gehören.
Ein Blick auf die Zahlen
Wusstest du, dass organische Abfälle 30 bis 40 Prozent der gesamten Haushaltsabfälle in Deutschland ausmachen? Das ist eine Menge, die nicht einfach im Restmüll landen sollte. Jährlich gehen mehr als 5 Millionen Tonnen wertvoller Bioabfälle ungenutzt verloren! Mit einer besseren Trennung könnten deutschlandweit etwa 760.000 Tonnen CO2-Emissionen und 40.000 Tonnen Mineraldünger eingespart werden. Das klingt doch nach einer richtig smarten Lösung für unser Klima!
Die getrennte Sammlung von Bioabfällen hat nicht nur positive Effekte auf die Umwelt, sondern sie verbessert auch die Fruchtbarkeit unserer Böden. Über die Vergärung von Bioabfällen könnten jährlich bis zu 680 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugt werden. Und das alles nur, weil wir unsere Bioabfälle richtig trennen und verwerten. Ein kleiner Schritt für den Einzelnen, aber ein großer Schritt für die Umwelt!
