Gestern Abend war die evangelische Kirche in Mettmann bis auf den letzten Platz gefüllt. Das VHS Sinfonieorchester gab ein Konzert, das von vielen Musikliebhabern mit großer Vorfreude erwartet wurde. Unter der Leitung des charismatischen Dirigenten Federico Ferrari erklang ein Programm, das die Herzen der Zuhörer im Sturm eroberte.

Der 26-jährige armenische Virtuose Areg Navasardyan, der bereits internationale Erfahrung gesammelt hat, trat als Solist auf. Sein Spiel im Violinkonzert von Jean Sibelius in d-Moll war einfach atemberaubend. Die Spitzentöne und die Koloraturen, die er hervorgebracht hat, ließen die Zuhörer in eine andere Welt eintauchen. Besonders eindrucksvoll war der zweite Satz, in dem Spannung und Entspannung auf meisterhafte Weise miteinander verwoben waren. So oft man auch versucht, die Augen zu schließen und einfach nur zuzuhören – die Dialoge zwischen Sologeige und Orchester waren einfach zu fesselnd, um sie zu ignorieren. Der dritte Satz, in dem das Orchester einen Klangteppich webte, über den die Geige tanzte, war ein wahrhaft magischer Moment.

Ein unvergesslicher Abend

Nach einem solchen Erlebnis ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass die Zugabe auch nicht weniger beeindruckend war. Navasardyan spielte Paganinis Capriccio Nr. 24, und die Zuhörer waren völlig begeistert. Doch dem Abend war noch nicht das letzte Wort entzogen. Die Brahms‘ Vierte Sinfonie, die im zweiten Teil des Programms erklang, füllte den Kirchenraum mit einem kraftvollen Klang. Das schwungvolle, rhythmisch betonte Thema und die wechselnden Bläserklänge, die mit den zuverlässigen Streichern harmonierten, waren die perfekte Ergänzung zu dem emotionalen Auftritt des Solisten.

Die Kirche war der ideale Ort für solch ein Klangerlebnis. Man konnte die Musik förmlich spüren – sie schien sich durch die Luft zu bewegen und jeden Winkel des Raumes zu erreichen. Der Abend endete mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 als weitere Zugabe, und das Publikum war sichtlich begeistert. Es war ein Abend voller Musik, Emotionen und Gemeinschaftsgefühl.

Wiederholung in Wülfrath

Am darauffolgenden Tag wurde das Konzert in Wülfrath wiederholt. An den Maikonzerte des VHS-Sinfonieorchesters Mettmann-Wülfrath, die am 30. und 31. Mai 2026 stattfinden, können sich die Besucher ebenfalls freuen. Die Aufführungen sind kostenlos, Spenden am Ausgang werden erbeten – eine tolle Gelegenheit für viele Gäste, die Musik hautnah zu erleben. Wer den ersten Teil mit dem Violinkonzert von Sibelius und den zweiten Teil mit Brahms‘ Sinfonie Nr. 4 e-Moll verpasst hat, sollte sich die Termine nicht entgehen lassen. Einlass ist etwa 30 Minuten vor Beginn der Konzerte, die am 30. Mai in der evangelischen Kirche Mettmann und am 31. Mai in der Evangelischen Stadtkirche Wülfrath stattfinden.

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Die Vorfreude auf solche Ereignisse ist immer wieder groß. Es zeigt sich, dass die Musik Menschen zusammenbringt, egal woher sie kommen. Also, liebe Musikfreunde, setzt euch diese Termine unbedingt in den Kalender und genießt die Klänge, die uns die Welt der Klassik schenken kann.