Forderungen der NGG für faire Arbeitsbedingungen während der Fußball-Weltmeisterschaft
Im Kreis Mettmann wird es ernst: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert faire Dienstpläne und zusätzliches Personal für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Rund 7450 Beschäftigte in der Gastronomie, von Küchenpersonal über Servicekräfte bis hin zu Theken- und Barpersonal, stehen im Fokus dieser Initiative. Die NGG betont, dass die Dienstzeiten rechtzeitig besprochen werden müssen. Es geht darum, nicht nur die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sondern auch die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten zu berücksichtigen. Besonders alleinerziehende Mütter oder pflegende Angehörige sollen bei der Dienstplanung nicht hintenangestellt werden.
Die WM ist nicht nur ein großes Sportereignis, sondern auch eine Gelegenheit, eine positive Feierkultur zu schaffen. Gut geplante Schichten könnten dabei helfen, dass alle Beteiligten, sowohl Gäste als auch Mitarbeiter, die Veranstaltung in vollen Zügen genießen können. Die NGG fordert zudem eine Lohnerhöhung von sechs Prozent in der kommenden Tarifrunde. Diese Forderung entspricht der Hälfte der Steuersenkung für die Gastronomie, die seit Januar von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde. Interessanterweise haben die Gäste von dieser Steuersenkung bisher kaum etwas bemerkt, während die Beschäftigten keine Lohnerhöhung erhalten haben. Eine 6-prozentige Erhöhung würde für Vollzeitkräfte wie Köche und Kellner mindestens 164 Euro mehr pro Monat bedeuten. Die Verhandlungen mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA beginnen am 17. Juni.
Forderungen der NGG im Märkischen Kreis
<pNicht nur im Kreis Mettmann gibt es Forderungen nach fairen Arbeitsbedingungen. Im Märkischen Kreis hat die NGG ebenfalls die Anliegen von 4250 Beschäftigten in der Gastronomie im Blick. Hier wird besonders auf die Dienstpläne während der WM geachtet. Auch hier wird klar: Übermäßige Überstunden sind keine Lösung. Die persönlichen Lebenssituationen der Mitarbeiter müssen bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden, denn auch sie haben Familien und Verpflichtungen. Die Gastronomiebetriebe sind aufgefordert, zu Stoßzeiten zusätzliches Personal einzuplanen, um die Arbeitsbelastung für alle zu reduzieren.
Die NGG appelliert an die Arbeitgeber, konstruktiv zu verhandeln, um nicht nur gute Arbeitsbedingungen, sondern auch eine angemessene Bezahlung zu gewährleisten. Überstunden müssen vergütet werden, damit die WM nicht zu einer Dauerbelastung für die Beschäftigten wird. Eine faire Entlohnung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Motivation der Mitarbeiter.
Tarifverhandlungen und Lohnerhöhungen
Die bevorstehenden Tarifverhandlungen sind für die Branche von großer Bedeutung. In Nordrhein-Westfalen wird die NGG sich auf die bevorstehenden Diskussionen konzentrieren, während die Beschäftigten auf eine spürbare Lohnerhöhung hoffen. Die verschiedenen Bundesländer zeigen, dass die Löhne im Gastgewerbe an vielen Stellen steigen werden. So gibt es in Baden-Württemberg beispielsweise ab 2026 geplante Erhöhungen in mehreren Stufen. Ähnliches gilt für Bayern und andere Bundesländer, die ebenfalls an den Entgelten schrauben. Die Gastronomie ist ein Bereich, der sich ständig im Wandel befindet, und die Löhne müssen mithalten, um die Fachkräfte zu halten.
Insgesamt zeigt sich: Die Bedürfnisse der Beschäftigten stehen im Vordergrund, und die Forderungen der NGG sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die WM kann ein Anlass sein, um nicht nur das sportliche Geschehen zu feiern, sondern auch um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, und die Augen der Gastronomie sind auf die Verhandlungen gerichtet. Mal sehen, wie sich die Lage entwickeln wird.
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