In Mettmann gibt es einen frischen Wind, und das nicht nur meteorologisch gesehen. Laura Kirschey hat seit dem 1. April 2026 das Amt der Gleichstellungsbeauftragten übernommen. Die 31-Jährige bringt einen bunten Strauß an Erfahrungen mit, die sie in ihrer neuen Rolle sicherlich gut gebrauchen kann. Denn Kirschey hat nicht nur einen Masterabschluss in Sozialpädagogik und Soziale Arbeit, sondern auch eine spannende berufliche Laufbahn hinter sich. Zuvor war sie Koordinatorin der Zeuginnen- und Zeugenbetreuung an den Gerichten in Düsseldorf und hat als Schulsozialarbeiterin gearbeitet. Das bringt sie in eine hervorragende Position, um nun die Gleichstellungsarbeit in Mettmann voranzutreiben.
Ihr neues Büro im Rathaus ist noch im Einrichtungsprozess, aber die Atmosphäre ist bereits einladend. Auf der Fensterbank stehen Pflanzen, die dem Raum einen Hauch von Leben verleihen. An den Wänden hängen Fotos von Kirscheys Interessen, wie Pferden und nordischen Landschaften. Besonders ins Auge fallen die englischsprachigen Botschaften, die inspirieren und motivieren. Mit Slogans wie „Yes girl, you can“ und „We rise by lifting others“ setzt Kirschey gleich zu Beginn ein Zeichen für Empowerment und Gemeinschaft. Ein weiteres Motto lautet: „I want to smash the patriarchy with you“ – eine klare Ansage!
Fokus auf gesellschaftliche Themen
Kirschey freut sich über die Vollzeitstelle, die ihrer Meinung nach den Wert der Gleichstellung in der Stadt unterstreicht. Sie hat große Pläne und möchte insbesondere die Themen Opferschutz und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken. Es ist ihr wichtig, gesellschaftliche Rollenbilder und das damit verbundene Verständnis zu reflektieren und einen Dialog darüber zu fördern. Ihre Vision ist klar: Die Gleichstellungsstelle soll umfassend, inklusiv und verständlich arbeiten. Kirschey sieht sich als Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger in gleichstellungsrelevanten Belangen und betont die Notwendigkeit offener Kommunikation innerhalb der Verwaltung und der Stadtgesellschaft.
Ein konkretes Beispiel für ihre Pläne ist die Fortführung des Frauenkinos, das bereits in Mettmann etabliert ist. Kirschey möchte bestehende Angebote nutzen und neue Impulse setzen, um nachhaltige Veränderungen in der Chancengleichheit zu bewirken. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Familie und Freunden, geht reiten und spielt Geige im Orchester – ein kreativer Ausgleich zu ihrer wichtigen Tätigkeit.
Ein Teil eines größeren Ganzen
Die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten ist nicht zu unterschätzen, gerade in einem gesellschaftlichen Kontext, der von der Bundesstiftung Gleichstellung gefördert wird. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung der Geschlechter als demokratischen Grundwert zu verankern. Sie arbeitet daran, strukturelle gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen und verschiedene Lebensrealitäten unabhängig vom Geschlecht zu berücksichtigen. Kirscheys Tätigkeit in Mettmann ist somit nicht nur lokal von Bedeutung, sondern auch Teil eines größeren Netzwerks, das Gleichstellungspolitik in Deutschland vorantreibt.
Laura Kirschey hat sich auf einen spannenden Weg begeben, auf dem sie mit viel Engagement und Herzblut die Gleichstellung in Mettmann fördern möchte. Die Herausforderungen sind groß, aber mit ihrem Hintergrund und ihrer Vision könnte sie der Stadt neue Perspektiven eröffnen. Kontaktmöglichkeiten für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind über Telefon 02104 / 980-114 sowie per E-Mail an laura.kirschey@mettmann.de oder gleichstellungsstelle@mettmann.de erreichbar. Es bleibt abzuwarten, welche Impulse sie setzen wird!