Heute ist der 25.04.2026 und in Mönchengladbach gibt es aufregende Neuigkeiten aus dem Stiftischen Humanistischen Gymnasium (Huma). Hier wurde die erste Schülergenossenschaft Mönchengladbachs gegründet, die den Namen „Humade“ trägt. Die Idee zur Gründung entstand vor allem aus der Notwendigkeit, eine bezahlbare Pausenverpflegung für die 5. und 6. Klassen anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler haben schnell erkannt, dass sie selbst aktiv werden können, um dieses Problem zu lösen.
In der großen Pause verkaufen die engagierten Schüler Sandwiches und Getränke, die sie eigenständig herstellen. Insgesamt 67 Schülerinnen und Schüler sind in der Genossenschaft aktiv und übernehmen verschiedene Aufgaben, angefangen bei Einkauf und Produktion bis hin zum Verkauf. Diese selbstorganisierte Struktur fördert nicht nur die Eigenverantwortung der Schüler, sondern auch wichtige Kompetenzen, die sie in ihrem späteren Leben benötigen werden.
Struktur und Organisation der Genossenschaft
Die Genossenschaft „Humade“ hat eine offizielle Struktur erhalten, die auf dem Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“ basiert. Damit wird sichergestellt, dass jedes Mitglied in Entscheidungsprozesse einbezogen wird. Die Gewinne werden nicht einfach in die eigenen Taschen gesteckt, sondern reinvestiert, um neue Produkte zu entwickeln oder den Schulalltag zu verbessern. Der Vorstand setzt sich aus Peter Bui, Josefina Paff und Elif Ünlü, allesamt aus der Klasse 9b, zusammen. Unterstützt werden sie durch einen fünfköpfigen Aufsichtsrat, der Mitglieder aus verschiedenen Klassen sowie einen Vertreter der Volksbank im Rheinland umfasst.
Die Vorsitzende der Genossenschaft, Elisabeth Seifarth, hat die Aufgabe übernommen, das Team zu leiten. Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Schulleiter Thomas Hollkott würdigen den Gründungsgeist und den praktischen Wert dieses Projekts, das nicht nur den Schülern zugutekommt, sondern auch das Schulklima positiv beeinflusst.
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
Ein zentrales Ziel von „Humade“ ist es, nachhaltiger zu arbeiten. Durch bedarfsgerechte Planung soll Lebensmittelverschwendung vermieden werden. Die Schüler reagieren eigenständig auf Herausforderungen und entwickeln Lösungen, die nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig Bestand haben. Zudem sind bereits Kooperationen mit lokalen Anbietern in Planung, um die Qualität der Produkte weiter zu verbessern und die regionale Wirtschaft zu unterstützen.
Diese Initiative ist ein hervorragendes Beispiel für die Selbstwirksamkeit und Kreativität junger Menschen und zeigt, wie durch gemeinschaftliches Engagement Probleme gelöst werden können. Die Gründung einer Schülergenossenschaft wie „Humade“ könnte auch in anderen Schulen Nachahmer finden und könnte somit einen positiven Beitrag zur Bildungskultur in Deutschland leisten. Quelle