Heute ist der 28.04.2026 und die Situation bei Borussia Mönchengladbach bleibt angespannt. Der Fußballverein hat im Geschäftsjahr 2025 einen Verlust von knapp vier Millionen Euro nach Steuern verzeichnet. Dies stellt das zweite Jahr in Folge mit einem Defizit dar, nachdem im Jahr 2024 bereits 2,5 Millionen Euro in den roten Zahlen standen. Geschäftsführer Stefan Stegemann präsentierte diese besorgniserregenden Zahlen auf der Jahreshauptversammlung vor 1.612 Mitgliedern. Der Vor-Steuer-Verlust stieg um gut 600.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr, was die finanziellen Herausforderungen des Vereins weiter verdeutlicht. Eine Steuernachzahlung von rund 700.000 Euro für vier Jahre wurde ebenfalls fällig, was die Lage zusätzlich belastet.
Die TV-Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr um fast 5,5 Millionen Euro, was die Einnahmesituation des Vereins weiter erschwert. Das Eigenkapital fiel von 48,9 Millionen Euro auf 44,9 Millionen Euro, nachdem es im Jahr 2019 noch bei 103,3 Millionen Euro lag. Trotz dieser finanziellen Schwierigkeiten konnte Borussia Mönchengladbach den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern, und zwar von 184 Millionen Euro auf 189,31 Millionen Euro.
Finanzielle Entwicklungen und Herausforderungen
Der Verein steht nun vor der Herausforderung, die Personalkosten weiter zu senken. Diese wurden bereits im Jahr 2025 um knapp vier Millionen Euro von 98,5 auf 94,6 Millionen Euro reduziert. Sportchef Rouven Schröder wird die Aufgabe zukommen, diese Kosten weiter zu optimieren, um die finanzielle Stabilität des Vereins zu sichern. Drei Spieltage vor Schluss liegt die Mannschaft auf Platz 11 in der Bundesliga, mit verbleibenden Spielen gegen Dortmund, Augsburg und Hoffenheim.
Die aktuelle Lage ist umso besorgniserregender, da dies das fünfte Mal in sechs Jahren ist, dass der Verein mit Verlust abschließt. Der Verlust von 3,9 Millionen Euro nach Steuern, der in der vorherigen Berichterstattung erwähnt wurde, ist dabei etwas höher als im Vorjahr. Diese Verluste sind hauptsächlich auf die Corona-Zeit zurückzuführen, die die gesamte Branche stark getroffen hat. Die Lizenz für die Spielzeit 2026/2027 erhielt Borussia Mönchengladbach jedoch ohne Bedingungen oder Auflagen, was einen kleinen Lichtblick in der ansonsten düsteren finanziellen Lage darstellt.
Die Entwicklungen bei Borussia Mönchengladbach sind ein eindrückliches Beispiel für die Herausforderungen, vor denen viele Fußballvereine in Deutschland stehen. Es bleibt abzuwarten, wie der Verein die kommenden Monate gestalten wird und ob er aus dieser finanziellen Schieflage herausfinden kann.