In Mönchengladbach gibt es Neuigkeiten aus der Welt der Geriatrie: Norbert Becker, ein 48-jähriger Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie, Gastroenterologie und Diabetologie, hat die Leitung der Geriatrie am Krankenhaus Neuwerk übernommen. Becker bringt nicht nur eine umfassende Fachkompetenz mit, sondern auch eine starke Motivation, die Versorgung älterer Menschen in der Region entscheidend zu verbessern. Die Geriatrie am Krankenhaus Neuwerk hat sich auf die geriatrische Komplexbehandlung spezialisiert, mit dem klaren Ziel, älteren Patienten zu helfen, ihren Alltag nach einem Krankenhausaufenthalt selbstständig zu bewältigen.

Ein wesentliches Merkmal der Abteilung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Norbert Becker plant, eng mit der Alterstraumatologie, Neurologie sowie der Inneren Medizin und den Rehabilitationsangeboten der St. Augustinus Gruppe zusammenzuarbeiten. Auch die Kooperation mit niedergelassenen Hausärzten steht auf seiner Agenda. Klinikleiter Christian Kramer hebt hervor, wie wichtig die Geriatrie in Zeiten des demografischen Wandels ist. Becker wird als Experte für Altersmedizin begrüßt und soll zur strategischen Weiterentwicklung der Geriatrie am Krankenhaus Neuwerk beitragen. Die Quelle liefert interessante Einblicke in Beckers Pläne und die Herausforderungen, die vor ihm liegen.

Fokus auf geriatrische Versorgung

Doch warum ist das so wichtig? Der demografische Wandel und die damit einhergehende Zunahme älterer Menschen erfordern ein Umdenken in der Gesundheitsversorgung. Geriatrische Patienten haben oft mit mehreren Erkrankungen zu kämpfen, was als Multimorbidität bezeichnet wird. Das bedeutet, dass die Altersmedizin sich nicht nur auf einzelne Krankheiten konzentriert, sondern auf die Gesamtheit der gesundheitlichen Defizite. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Psychologen ist daher unerlässlich, um die Selbstständigkeit der Patienten wiederherzustellen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

In den letzten Jahren wurden in Deutschland zahlreiche geriatriespezifische Versorgungsstrukturen entwickelt, darunter Kliniken für Geriatrie und Rehabilitationskliniken. Dennoch zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Bettenkapazitäten im stationären Bereich nach der Corona-Pandemie nicht wieder auf das vorherige Niveau zurückgekehrt sind. Das Statistische Bundesamt hat festgestellt, dass in Deutschland 2019 bereits 358 Kliniken für Geriatrie mit über 19.000 Betten existierten. Die Notwendigkeit einer bedarfsorientierten Versorgung geriatrischer Patienten wird immer deutlicher, besonders in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen, wie dem Fachkräftemangel und den steigenden Fallzahlen.

Die Herausforderungen der Geriatrie

Die Geriatrie steht vor einer doppelten Herausforderung: Es gilt, das ausscheidende Personal zu ersetzen und gleichzeitig die steigende Zahl von Patienten zu bewältigen. Die Wartezeiten in den geriatrischen Einrichtungen sind alarmierend, und viele Kliniken berichten von kritischer Situation. Der Bundesverband Geriatrie plant einheitliche Geriatriekonzepte, um die flächendeckende Versorgung sicherzustellen und den Zugang zu ambulanten geriatrischen Zentren zu erleichtern. Diese Zentren sollen niederschwellige Zugänge zur geriatrischen Versorgung bieten, was besonders wichtig ist, wenn man bedenkt, dass der Zugang ohne komplizierte Antragsverfahren gestaltet werden soll.

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Die Entwicklung in der Geriatrie zeigt, wie wichtig es ist, die demografische Entwicklung und den steigenden Bedarf an Behandlungskapazitäten im Auge zu behalten. Der politische Wille zur Veränderung ist vorhanden, aber die bevorstehenden Bundestags-Neuwahlen könnten einige der notwendigen Reformen erschweren. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die geriatrische Versorgung in Deutschland zukunftssicher zu machen.

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