In der Theaterlandschaft Deutschlands gab es am vergangenen Samstagabend in Mülheim an der Ruhr einen aufregenden Höhepunkt: Kim de l’Horizon wurde mit dem Mülheimer Dramatikpreis 2026 ausgezeichnet. Sein Stück „Die kleinen Meerjungraun“ hat nicht nur die Jury überzeugt, sondern auch das Publikum begeistert. In einer öffentlichen Sitzung wurde die Entscheidung getroffen, und das Stück erhielt gleich zwei Hauptpreise – einen mit einer Dotierung von 15.000 Euro für den Dramatikpreis sowie 5.000 Euro für den Publikumspreis. Diese Ehrungen sind nicht nur ein persönlicher Triumph für de l’Horizon, sondern auch ein bedeutendes Ereignis für die deutschsprachige Gegenwartsdramatik.

„Die kleinen Meerjungraun“ ist ein eindringliches Werk, das auf dem Märchen von Hans Christian Andersen basiert. Es behandelt tiefgreifende Themen wie Sehnsucht, Liebe und gesellschaftlichen Druck. Die Jury lobte die bildstarke und humorvolle Sprache des Stücks, die mit zahlreichen Wortspielen spielt. Dabei wird das Stück als Appell gegen normative Denkmuster und als Wegweiser für queere Selbstbefreiung beschrieben. Dieses Konzept hat das Publikum und die Kritiker gleichermaßen in seinen Bann gezogen. Die Uraufführung fand während der 51. Mülheimer Theatertage statt und wurde von Alia Luque in Szene gesetzt.

Ein Blick auf die Jury und die Nominierungen

Die Jury, bestehend aus fünf Mitgliedern, darunter Regisseur Jan Gehler und Theaterkritikerin Sarah Heppekausen, war sichtlich beeindruckt von de l’Horizons Werk. Das Stück erhielt drei Stimmen, während das konkurrierende Werk „Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer“ von Anna Behringer zwei Stimmen erhielt. Insgesamt waren sieben neue Stücke für Erwachsene und fünf für Kinder nominiert. In der Kategorie Kindertheater wurde die Düsseldorfer Autorin Simone Saftig für ihr Werk „herzkopfüber“ ausgezeichnet, das die Geschichte einer krebskranken Mutter erzählt.

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist, dass dies Kim de l’Horizons erste Nominierung in Mülheim war. Er ist kein Unbekannter, denn sein Debütroman „Blutbuch“ wurde bereits 2022 mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet und in 17 Sprachen übersetzt. Mit „Die kleinen Meerjungraun“ zeigt er einmal mehr sein Talent für Lyrik, Prosa und Theatertexte.

Ein Ausblick auf die Mülheimer Theatertage 2027

Die Preisverleihung findet im Rahmen der nächsten Theatertage statt, die vom 8. bis 29. Mai 2027 in Mülheim an der Ruhr stattfinden werden. Während dieser Zeit werden Kim de l’Horizon, Shirin Ali (die für ihre Rolle in „DRUCK!“ ausgezeichnet wurde) und Simone Saftig geehrt. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Theaterlandschaft weiterentwickeln wird und welche neuen Werke und Talente sich am Horizont abzeichnen.

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Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Kritiker und das Publikum auf die kommenden Mülheimer Theatertage vorbereiten werden. Mit solch herausragenden Stücken und talentierten Autoren wie Kim de l’Horizon ist die Vorfreude auf die kommende Spielzeit sicherlich groß. Wer weiß, welche Geschichten wir in Zukunft noch zu hören bekommen werden!

Für weitere Informationen und Hintergründe zu diesem faszinierenden Thema besuchen Sie bitte die Rundschau oder die offizielle Stadtseite von Mülheim.