In Nümbrecht, im malerischen Oberbergischen Kreis, wird gerade ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Das Schloss Homburg, ein wahres Wahrzeichen der Region, begeht sein 100-jähriges Bestehen als Museum. Und was könnte da besser passen als eine spannende Playmobil-Sonderausstellung? Seit dem 17. Juni 2026 sind die Besucher eingeladen, in die „Geschichte(n) erleben 2“ einzutauchen, die von dem talentierten Playmobil-Diorama-Künstler Oliver Schaffer gestaltet wurde. Die Ausstellung zeigt nicht nur übergroße Playmobil-Figuren, sondern erzählt auch Geschichten rund um das Schloss und seine bewegte Vergangenheit.

Schloss Homburg hat eine lange Geschichte. Ehemals im Besitz der Familie Sayn-Wittgenstein, verlor es nach dem Tod des letzten Grafen im Jahr 1743 seine Funktion als Herrschersitz und begann im 19. Jahrhundert zu verfallen. Doch in den 1920er Jahren erlebte das Gebäude eine Renaissance, als das Oberbergische Heimatmuseum 1926 dort eingerichtet wurde. Seitdem hat das Schloss über 130 Sonderausstellungen gesehen, und die aktuelle Playmobil-Ausstellung ist die 133. in dieser Reihe. Sie wird bis zum 24. Januar 2027 zu bestaunen sein.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Ausstellung ist nicht nur eine Augenweide für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Mit einem Diorama, das auf 180 Quadratmetern die beeindruckende Silhouette des Schlosses aus Playmobil-Steinchen nachbildet, wird die Phantasie der Besucher angeregt. Die Steinchen wurden speziell farblich angepasst, um den charakteristischen Gelbton des Schlosses zu erreichen. Oliver Schaffer hat elf Tage im Museum verbracht, um die Figuren und Dioramen aufzustellen. Besonders das Schlossgespenst HomBuh, ein fiktiver Charakter, sorgt für gruselige, aber unterhaltsame Geschichten, die die Besucher fesseln.

Die Resonanz auf die vorherige Playmobil-Ausstellung im Jahr 2019 war überwältigend, wie Kulturamts- und Museumsleiter Steffen Müller bestätigt. Die neue Ausstellung zielt darauf ab, sowohl Kindern als auch Erwachsenen verschiedene Zugänge zur regionalen Geschichte zu bieten. Sie ist als Familienausstellung konzipiert und findet nicht nur im Schloss, sondern auch in der Orangerie und dem White Cube statt. Die Kulturstiftung Oberberg der Kreissparkasse Köln hat die Ausstellung mit 10.000 Euro unterstützt, was die Bedeutung dieses Events unterstreicht.

Ein Fest für die Sinne

Die Gestaltung der neuen Räume im Schloss, die ab dem 17. Juni 2026 nach Renovierung zugänglich sein werden, verspricht ein aufregendes Erlebnis. Das Museum bleibt vom 2. bis 15. Juni 2026 geschlossen, um alles für die neue Sonderausstellung vorzubereiten. Besucher können sich freuen, dass in den neuen Schaukästen nicht nur die Exponate erklärt werden, sondern auch ein großer Teil der Ausstellung aus recycelten Materialien besteht, was einen umweltfreundlichen Aspekt hinzufügt.

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Ein besonderes Highlight, das die ganz kleinen und großen Besucher lockt, ist die Möglichkeit, Ritterfiguren und echte Rüstungen zu sehen und sogar ein Kettenhemd anzuprobieren. Es ist die Art von interaktivem Lernen, die nicht nur Spaß macht, sondern auch das Interesse an regionaler Geschichte weckt. Die Geschichten und Szenen, die mit Playmobil-Figuren dargestellt werden, machen die Vergangenheit lebendig und greifbar.

Das Museumsfest zum 100. Geburtstag am 13. September 2026 wird sicherlich ein weiteres Highlight im Veranstaltungskalender der Region sein. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf der Website des Schlosses informieren: www.schloss-homburg.de. Es ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und nicht nur für eingefleischte Geschichtsfreunde, sondern für die ganze Familie zum Erlebnis wird.

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