Heute ist der 31.05.2026. In Oberhausen herrscht eine besondere Stimmung, denn die Stadt trauert um einen ihrer ganz großen Fußballhelden: Gerd vom Bruch. Der ehemalige Trainer von Rot-Weiß Oberhausen ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Sein Tod am 22. Mai 2026 hat nicht nur im Verein, sondern auch in der gesamten Fußballgemeinschaft Spuren hinterlassen. Gerd vom Bruch war mehr als nur ein Trainer; er war ein Mensch, der in der Saison 1997/1998 den Verein in die 2. Bundesliga führte und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Ära legte.
Diese Zeit, in der Rot-Weiß Oberhausen sieben Jahre in der Zweitklassigkeit verweilte, steht stellvertretend für die Überzeugungskraft und das Teamgefühl, das vom Bruch in seiner Mannschaft förderte. Er war bekannt für seine ruhige, klare und menschliche Art – eine Kombination, die in der hektischen Welt des Fußballs nicht oft zu finden ist. Gerd stellte sich nie selbst ins Rampenlicht und war als Fachmann und Fußballlehrer hochgeschätzt. Sein Umgang war stets verbindlich, verlässlich in der Arbeit und er hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen anderer. Das wird in Oberhausen unvergessen bleiben, und der Verein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Mitgefühl gilt seiner Familie, Freunden und allen, die ihm nahestanden. Quelle.
Ein Lebenswerk im Fußball
Gerd vom Bruch wurde am 19. August 1941 in Klafeld, im damaligen Deutschen Reich, geboren. Seine Reise im Fußball begann nicht als Trainer, sondern als Spieler. Von 1960 bis 1964 spielte er bei den Sportfreunden Siegen, bevor er seine Karriere beim VfL Klafeld-Geisweid 08 fortsetzte. In der Saison 1971/72 absolvierte er 24 Ligaspiele, allerdings ohne Torerfolg – und das ist schon ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, wie er später als Trainer die Mannschaft zu Höchstleistungen führte. Die Trainerkarriere begann für ihn 1972 bei der SpVg Olpe und zog sich über diverse Stationen, unter anderem bei Borussia Mönchengladbach, wo er in der 1. Bundesliga Chefsessel saß.
Seine Zeit bei Rot-Weiß Oberhausen war entscheidend. Vorher hatte er auch noch bei Alemannia Aachen in der Regionalliga und beim Wuppertaler SV trainiert. Nach der Tätigkeit als Trainer arbeitete er bis 2000 für den Spielerberater Norbert Pflippen und war danach bis 2003 für die norwegische Agentur ISM tätig. Er wurde schließlich selbstständiger Spielerberater und betreute prominente Klienten wie Marc-André ter Stegen und Patrick Helmes. Die Vielfalt seiner Karriere zeigt, wie tief verwurzelt er im Fußball war und wie sehr er diesen Sport lebte.
Ein Platz in den Herzen der Fans
In der heutigen Zeit, in der Trainer oft nur kurzfristig an ihren Positionen bleiben, hebt sich Gerd vom Bruch durch seine Beständigkeit und seinen menschlichen Ansatz ab. Auch wenn er nicht zu den bekanntesten Trainern der Bundesliga zählt, wird er von den Spielern, die das Vergnügen hatten, unter ihm zu spielen, in bester Erinnerung bleiben. Seine Philosophie, eine sportlich überzeugende Mannschaft zu formen, die als Einheit auftritt, und sein unermüdliches Engagement für die Spieler sind Eigenschaften, die in der heutigen Trainerlandschaft oft vermisst werden.
In einer Zeit, in der Trainer oft für Erfolge in internationalen Wettbewerben und auf Vereinsebene bewertet werden, bleibt Gerd vom Bruch ein Beispiel für die Werte, die im Fußball nicht in Vergessenheit geraten sollten. Vielleicht wird er nicht in den Listen der besten deutschen Trainer auftauchen, aber in den Herzen der Menschen bleibt er unvergessen. Die Trauer um seinen Verlust ist daher nicht nur eine persönliche, sondern auch eine kollektive, die die Fußballgemeinde tief berührt. Sein Andenken wird in Oberhausen und darüber hinaus weiterleben.
