Heute ist der 6.05.2026 und die Nachwirkungen der Kurzfilmtage in Oberhausen sind noch spürbar. Ein echtes Highlight der Veranstaltung war die kroatische Produktion „Opera“, die den Großen Preis der Stadt Oberhausen gewonnen hat. Dies wurde in einem Beitrag auf Deutschlandfunk bekanntgegeben. Der Film, produziert von Igor Zelić, ist eine experimentelle Studie über Licht, Raum und Wahrnehmung und wurde von der Jury als „Ode an das Kino und das Drama des Lebens“ bezeichnet. Die Kurzfilmtage endeten am 04.05.2026 und haben fast 45.000 Euro an Preisgeldern vergeben, verteilt auf fünf Wettbewerbe. Knapp 500 Kurzfilme aus 59 Ländern wurden während des Festivals präsentiert. Ein spannender Schwerpunkt lag auf der Beziehung zwischen Realität und Fiktion, insbesondere im Kontext von KI-generierten Bildern. Diese Informationen wurden am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Ein weiterer Triumph für „Opera“

Es ist bemerkenswert, dass „Opera“ nicht nur in diesem Jahr triumphiert hat. Bereits 2024 gewann der Film den Hauptpreis der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen. Damals fand die Preisverleihung am Sonntagabend, 28. April 2024, im Oberhausener Lichtburg Filmpalast statt. Auch damals wurde der Film als experimentelle Auseinandersetzung mit Licht, Raum und Wahrnehmung beschrieben und erhielt die Ehrung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie den Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik. Die Kurzfilmtage 2024 fanden vom 28. April bis 3. Mai statt und waren die zweite Ausgabe unter der Leitung von Madeleine Bernstorff und Susannah Pollheim. Ein weiterer Schwerpunkt der damaligen Ausgabe war ebenfalls die Wechselwirkung zwischen Realität und Fiktion, mit dem Titel „Based on true events“.

Ein Verlust, der schmerzt

Doch während die Erfolge gefeiert werden, gibt es auch einen schmerzhaften Verlust zu beklagen. Hilke Doering, die seit 1995 den Internationalen Wettbewerb leitete, ist am 27. November 2025 nach langer Krankheit verstorben. Ihre Hingabe für die Kurzfilmtage war bewundernswert. Sie kämpfte bis zum Schluss gegen ihre Krankheit und setzte sich für die Fortführung der Veranstaltung ein. Das Team der Kurzfilmtage ist von ihrem Tod tief betroffen und hat ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet, um Erinnerungen an Hilke Doering zu teilen. Ihre Leidenschaft für das Kino und die Filmemacher*innen wird lange in Erinnerung bleiben.