Am vergangenen Wochenende hat Rot-Weiß Oberhausen (RWO) ein 1:1-Unentschieden gegen den Bonner SC erzielt, was die Hoffnungen auf den Titel deutlich schmälerte. In der aktuellen Situation scheint der Verein jedoch fest entschlossen, bis zum Saisonende zu kämpfen. Das Team richtet den Blick allerdings bereits auf die kommende Saison, die voraussichtlich in der Regionalliga stattfinden wird. Torwart Kevin Kratzsch wird auch in der nächsten Spielzeit für RWO zwischen den Pfosten stehen.
Trainer Sebastian Gunkel sieht trotz der Rückschläge noch eine rechnerische Möglichkeit, Fortuna Köln einzuholen – immerhin beträgt der Rückstand noch sieben Punkte, bei drei ausstehenden Spielen. Fortuna Köln könnte am kommenden Wochenende Meister werden. Doch die Realität sieht anders aus: RWO hat sich durch schwache Ergebnisse weiter von den Aufstiegschancen entfernt. Torschütze Ayman Aourir betont den Kampfgeist im Team, doch das Umfeld ist eher missmutig über die verpassten Gelegenheiten.
Personalsituation und Kaderplanung
Die Personalsituation bei RWO ist angespannt. Bei dem letzten Spiel standen nur fünf Feldspieler auf der Bank, darunter gleich drei U19-Spieler. Moritz Stoppelkamp spielte über 90 Minuten und bereitete ein Tor vor, was zeigt, dass die erfahrenen Spieler alles geben müssen. In der kommenden Partie können Drew Murray und Alexander Mülling wieder eingesetzt werden, was der Mannschaft hoffentlich neuen Schwung verleihen wird.
Die Stimmung im Kader bleibt trotz der widrigen Umstände kämpferisch. Gleichzeitig gibt es Unsicherheiten über die Teamzusammensetzung für die nächste Saison, da die internen Verantwortlichkeiten derzeit geklärt werden. Tanju Öztürk wurde als Scout und Kaderplaner verpflichtet, um frischen Wind in die Planungen zu bringen. Eine Drittliga-Lizenz bleibt jedoch unklar – der DFB hat zwar einen positiven Bescheid gegeben, aber mit Anmerkungen zu wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aspekten. Präsident Marcus Uhlig zeigt sich zuversichtlich, bis zum 3. Juli alle Anforderungen zu erfüllen.
Zulassungsverfahren für die 3. Liga
Jeder Klub, der in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen möchte, muss am Zulassungsverfahren des DFB teilnehmen. Dieses Verfahren überprüft die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit der Vereine, ähnlich wie das Lizenzierungsverfahren in der Bundesliga und der 2. Bundesliga. Das Ziel? Ein ordnungsgemäßer Saisonablauf – sowohl finanziell als auch organisatorisch.
Die Fristen für die Einreichung der Unterlagen sind bindend: Für die Regionalliga und die 3. Liga müssen die Unterlagen bis zum 1. März eingereicht werden. Erste Bescheide an die Klubs erfolgen im April, wobei die Voraussetzungen für die Zulassung genau geprüft werden. Bei Nichterteilung der Zulassung muss der Verein in die Regionalliga absteigen, was für RWO, sollte es dazu kommen, natürlich eine große Herausforderung darstellen würde.
Zusätzlich gibt es verschärfte Anforderungen im Zulassungsverfahren. Vereine mit negativem Eigenkapital müssen dieses jährlich um fünf Prozent verbessern, und bei Verstößen kann sogar ein Punktabzug verhängt werden. Interessanterweise ist die Anzahl der Klubs mit Saisonüberschuss in der aktuellen Saison von vier auf neun gestiegen, was eine positive Entwicklung darstellt. RWO muss also nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Büro die Ärmel hochkrempeln.