Windpark Olpe: Baubeginn und Bürgerbeteiligung 2026
Heute ist der 11.07.2026 und es gibt spannende Neuigkeiten aus der Region Olpe, direkt an der A4. Der geplante Windpark Olpe geht in die Umsetzungsphase! Es ist ein großes Projekt, das sieben Windenergieanlagen in Olpe, Wenden und Drolshagen umfasst. Die ersten Schritte zur Errichtung der Infrastruktur an den geplanten Standorten sind bereits in vollem Gange. Ab Mitte Juli 2026 starten die Tiefbauarbeiten, die den Ausbau von Zuwegungen und Kranstellflächen beinhalten. Man kann sich vorstellen, dass in den nächsten Monaten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf uns zukommt, besonders entlang der Zufahrtsstrecken.
Insgesamt werden rund 6.500 Lkw-Transporte über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten benötigt. Dabei besteht der größte Anteil der Transporte aus Schotterlieferungen – etwa 120.000 Tonnen werden zwischen Juli und Dezember 2026 angeliefert. Aber auch Beton, Baustoffe und Baugeräte müssen her. Schwertransporte für große Anlagenkomponenten sind ebenfalls bis ins Jahr 2027 eingeplant. Um die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, gibt es ein durchdachtes Logistikkonzept. Die Transporte werden auf verschiedene Routen verteilt, und viele Schotterfahrten werden nach dem Einbahnstraßenprinzip organisiert. Die Betontransporte beginnen dann zwischen November 2026 und Februar 2027, und das soll an sieben Tagen in der Woche geschehen. Ziel ist es, die Verkehrsspitzen zu vermeiden und einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu gewährleisten.
Technische Details und Zeitplan
Doch was genau wird da eigentlich gebaut? Der Windpark wird mit Anlagen des Typs Vestas V172-7.2 ausgestattet. Das bedeutet konkret: Drei Anlagen in Wenden, zwei in Drolshagen und zwei in Olpe. Mit einer Nabenhöhe von 175 Metern und einem Rotordurchmesser von 172 Metern erreicht jede Anlage eine Gesamthöhe von 261 Metern. Die Nennleistung pro Anlage beträgt 7,2 Megawatt, was in der Summe eine Gesamtleistung von 50,4 Megawatt für den gesamten Windpark ergibt. Damit wird eine erwartete Stromerzeugung von etwa 150 Millionen kWh pro Jahr angestrebt – genug, um rund 40.000 Drei-Personen-Haushalte zu versorgen!
Der Zeitplan für den Aufbau ist ambitioniert. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 angedacht, mit dem Ziel, bis zum Jahresende die Wege- und Kranstellflächen an allen Standorten herzustellen. Der Fundamentbau erfolgt von Spätherbst 2026 bis Winter 2026/27, gefolgt von der Errichtung der Anlagentürme und des Umspannwerks bis zum Frühjahr 2027. Der vollständige Aufbau der Anlagen soll dann ab dem dritten Quartal 2027 abgeschlossen sein, mit der Inbetriebnahme bis Ende 2027.
Einbindung der Bürger
Ein weiterer interessanter Aspekt des Projekts ist die Bürgerbeteiligung. Ab Frühjahr 2027 haben die Anwohner von Olpe, Drolshagen, Wenden und Reichshof die Möglichkeit, ab 500 Euro über Nachrangdarlehen am Projekt teilzuhaben. Die Abwicklung erfolgt ganz modern und digital über eine Online-Plattform. Das sorgt nicht nur für Transparenz, sondern auch für ein Gefühl der Gemeinschaft – schließlich geht es um eine nachhaltige Entwicklung in der Region.
Übrigens: Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann die Info-Poster, die bei einer Informationsveranstaltung am 21. Mai 2026 präsentiert wurden, ab dem 26. Mai 2026 auf der Gelsenwasser-Website herunterladen. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Windkraft in unserer Region entwickelt und welche Möglichkeiten sie für die Zukunft bietet. Bleiben wir also am Ball!
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