Heute ist der 20.04.2026. In Recklinghausen gibt es Neuigkeiten zur geplanten Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Nach dem Aus von Herten als Olympia-Standort zeigt die Stadt Recklinghausen Bereitschaft, die anstehenden Mountainbike-Rennen selbst zu organisieren. Bürgerminister Axel Tschersich (SPD) hat seine Unterstützung für die Olympiabewerbung der Stadtverwaltung bekräftigt. Die Stadtverwaltung sieht die Möglichkeit, die Wettbewerbe auf der Halde Hoheward in Eigenregie durchzuführen, nachdem die ursprünglich geplante Zusammenarbeit mit Herten gescheitert ist.
Insgesamt gab es in 16 von 17 Kommunen in Nordrhein-Westfalen Zustimmung für die Bewerbung „KölnRheinRuhr“. Über 70 Prozent der Hertener Wähler hatten zwar für die Bewerbung gestimmt, jedoch wurde das erforderliche Quorum aufgrund einer zu niedrigen Wahlbeteiligung nicht erreicht. Nur 12,55 Prozent der Abstimmenden in Herten stimmten für die Bewerbung, wobei mindestens 15 Prozent notwendig gewesen wären. Dies bedeutet, dass Herten aus der NRW-Bewerbung herausfällt, während andere Städte weiterhin auf eine erfolgreiche Kandidatur hoffen.
Breite Unterstützung für Olympia in NRW
Die Unterstützung für die deutsche Olympia-Bewerbung ist in Nordrhein-Westfalen bemerkenswert. Rund zwei Drittel der Abstimmenden haben in den 17 Städten für die Kandidatur gestimmt. Insgesamt nahmen etwa 1,4 Millionen Menschen an den Bürgerentscheiden teil, was circa einem Drittel der Berechtigten entspricht. Die Zustimmung in Köln lag bei 57,4 Prozent, während in Städten wie Kiel für einen Segelstandort 63,5 Prozent der Stimmen abgegeben wurden. Ministerpräsident Wüst bezeichnete die Beteiligung als herausragend und rekordverdächtig.
Die geplanten Sportstätten in Köln beinhalten ein temporäres Leichtathletikstadion sowie ein Athletendorf, wobei das NRW-Konzept auf vorhandene Sportstätten setzt und Neubauten vermeiden möchte. Dies soll dazu beitragen, die Kosten der Veranstaltung, die von Kritikern mit 4,8 Milliarden Euro beziffert werden, zu minimieren. Kölns Oberbürgermeister betont die Kraft der Bewerbung und die Notwendigkeit, auch Skeptiker von den Vorteilen der Olympischen Spiele zu überzeugen.
Entscheidung des DOSB steht bevor
Am 26. September wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheiden, welches deutsche Konzept ins internationale Bewerbungsverfahren geht. Die Bewerbungsphase ist spannend, denn auch andere Städte wie München, Hamburg und Berlin sind im Rennen um die Ausrichtung der Spiele. Das IOC wird frühestens 2027 über den endgültigen Austragungsort für 2036 entscheiden, während die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und 2032 in Brisbane stattfinden werden.
Die Entwicklungen rund um die Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen und das Aus von Herten werfen ein Schlaglicht auf die Dynamik lokaler Bürgerentscheide und die Herausforderungen, die mit der Vorbereitung auf ein solches Großereignis verbunden sind. Das Engagement der Bürger und die Bereitschaft der Städte, sich einzubringen, sind dabei von zentraler Bedeutung.
Für weitere Informationen zu den Bürgerentscheiden und den Entwicklungen in der Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen, besuchen Sie bitte die Süddeutsche Zeitung und die Leichtathletik.de.