Heute ist der 24.04.2026 und im Rhein-Erft-Kreis wird ein bedeutendes Projekt zur Wasserstoffversorgung vorangetrieben. Das geplante Leitungssystem für Wasserstoff (H2) zwischen Rommerskirchen und Wesseling erstreckt sich über eine Länge von 46 Kilometern und stellt einen wichtigen Schritt zur Anbindung des Rheinlandes an ein deutschlandweites Wasserstoff-Kernnetz dar. Die Netzbetreiber von Thyssengas haben bereits mit Informationsveranstaltungen begonnen, um die Bürger über Abläufe und Technik zu informieren. Eine erste Veranstaltung fand im Bürgerhaus in Hürth statt, an der etwa ein Dutzend Bürger teilnahmen.

Wasserstoff wird zunehmend als klimafreundlicher Energieträger angesehen, insbesondere wenn er aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind erzeugt wird. Deutschland plant, bis etwa 2032 ein umfassendes Wasserstoffnetz aufzubauen. Die vorläufigen Planungen sehen vor, dass die Wasserstoffleitungen quer durch das Kreisgebiet von Bergheim bis Wesseling verlaufen, wobei auch die Gemeinden Hürth, Brühl, Pulheim, Frechen, Kerpen und Bergheim betroffen sind. Die Raumverträglichkeitsprüfungen sollen im August 2023 beginnen, gefolgt von der Bauzeit von 2028 bis 2030, sodass Industrie- und Gewerbebetriebe ab Mitte 2030 mit Wasserstoff versorgt werden können.

Wichtige Planungsschritte und Genehmigungen

Die Genehmigungsverfahren für das Projekt sind umfangreich und erfordern eine öffentliche Auslegung der Planunterlagen sowie die Prüfung von Naturschutzbelangen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Thyssengas plant zudem, etwa 20 Kilometer nicht mehr benötigte Erdgasleitungen für den H2-Transport umzurüsten. Für etwa 26 Kilometer des neuen Netzes sind Erdarbeiten notwendig. Zudem wird eine neue Erdgasleitung zwischen Hoeningen und Oberaußem gebaut, die bereits auf Wasserstoff vorbereitet ist.

Die Wasserstoffleitungen werden mit einem Durchmesser von 40 bis 60 Zentimetern verlegt und mindestens einen Meter unter der Erde platziert. Um die Instandhaltung der Leitungen zu gewährleisten, werden vier Meter breite Streifen rechts und links der Leitungen freigehalten. Landwirtschaft ist in diesen Bereichen möglich, sofern der Boden nicht tiefer als 60 Zentimeter bearbeitet wird. Thyssengas hebt die Bedeutung der Einbindung von Bürgern, Landwirten und Industrie in die Planungen hervor, um ein gemeinschaftliches Projekt zu schaffen.

Ziele und Entwicklungen im Wasserstoffnetz

Das H2-Kernnetz, das nun im Rheinland entsteht, ist nur der Anfang der Wasserstoffversorgung. Das übergeordnete Ziel ist es, Wasserstoff in die Fläche zu bringen, insbesondere zu mittelständischen Unternehmen, Kraftwerken und regionalen Energieversorgern. Parallel zum Aufbau der Leitungen im H2-Kernnetz werden Lösungen für Anschlussleitungen und Netzerweiterungen entwickelt. Sieben regionale Wasserstoff-Cluster wurden identifiziert, um die regionalen Bedürfnisse mit dem technischen und regulatorischen Netzaufbau zu synchronisieren. Dies ist ein entscheidender Schritt in der Transformation hin zu Wasserstoff und anderen grünen Gasen.

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Die nächsten Informationsveranstaltungen zur Wasserstofftrasse sind bereits geplant: am 5. Mai 2026 im Rheinforum Wesseling und am 26. Mai 2026 im Medio, Bergheim. Informationen zu den Plänen sind auch online verfügbar, und die Bürger sind eingeladen, sich aktiv an diesem zukunftsweisenden Projekt zu beteiligen. Für weiterführende Informationen können Interessierte die Quelle hier einsehen.