Im Rhein-Kreis Neuss fand in dieser Woche erstmalig der Berufsparcours an vier kreiseigenen Berufskollegs statt. Dieses innovative Format bietet Jugendlichen die Möglichkeit, auf praktische Weise verschiedene Ausbildungsberufe kennenzulernen und direkt Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der kommunalen Koordinierung KAoA, die aktiv mit den Unternehmen in Kontakt trat, um diese wertvolle Plattform zu schaffen. Ziel des Berufsparcours ist es, den Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, sich eigenverantwortlich zu präsentieren und ihre Motivation sowie Berufswahlkompetenz zu stärken. Dabei nahmen an allen Berufskollegs bis zu 500 Schülerinnen und Schüler teil, was die große Resonanz und das Interesse an diesem Format verdeutlicht.

Der Berufsparcours, der von der Sozialunternehmerin Karin Ressel vom Technikzentrum Minden-Lübbecke entwickelt wurde, umfasst mehrere Stationen, an denen die Jugendlichen in jeweils zehn Minuten spezifische berufliche Aufgaben bearbeiten. Erfahrene Ausbilder und Personalverantwortliche beobachten die Teilnehmenden und haben die Möglichkeit, Talente für ihre Unternehmen zu entdecken. Zudem können die Jugendlichen gezielt Unternehmen ansprechen, die ihr Interesse geweckt haben. Eine besondere Station informierte über das Onlinebewerberbuch 321fachkraft.de, wo sich die Jugendlichen kostenlos registrieren können. Dieses Portal steht auch Ausbildungssuchenden zur Verfügung, die nicht mehr zur Schule gehen.

Integration in die Berufswelt

Das Projekt steht im Kontext der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) in Nordrhein-Westfalen, die darauf abzielt, Jugendliche beim Übergang von Schule zu Beruf zu unterstützen. Begonnen wird dieser Prozess bereits in der Jahrgangsstufe 8 mit einer Potenzialanalyse, die von Fachkräften des BZNR durchgeführt wird. Hierbei kommen handlungsorientierte und biografische Verfahren zum Einsatz, um ein individuelles Kompetenzprofil der Schüler zu erstellen.

Die anschließende Berufsfelderkundung ermöglicht den Jugendlichen, drei verschiedene Berufsfelder über drei Tage hinweg praktisch zu erkunden. Ziel dieser Erkundungen ist es, Einblicke in den beruflichen Alltag zu gewinnen, Stärken zu entdecken und Ausbildungsanforderungen darzustellen. Die Durchführung wird durch die Stadt Krefeld, den Kreis Viersen und den Rhein-Kreis Neuss koordiniert, wobei Ansprechpartner wie Ilona Maeß, Kirstin Boscher und Dunja Benson den Jugendlichen beratend zur Seite stehen.

Finanzierung und Unterstützung

Die Finanzierung des Berufsparcours für das Schuljahr 2022/2023 erfolgt durch die Werhahn Stiftung in Neuss, in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss und der KAoA. Zudem wird das Programm KAoA BoP vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, während die Potenzialanalyse KAoA PA durch das Land Nordrhein-Westfalen und die EU unterstützt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die Jugendlichen in NRW eine zusätzliche Gelegenheit für den Einstieg in das Berufsleben erhalten und intensive Förderung an allen Lernorten erfahren können.

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Insgesamt zeigt der Berufsparcours im Rhein-Kreis Neuss, wie wichtig die Verbindung zwischen schulischer Bildung und praktischen Erfahrungen ist, um jungen Menschen den Weg in die Berufswelt zu ebnen. Durch die umfassenden Angebote und die aktive Einbindung von Unternehmen wird den Jugendlichen nicht nur die Berufswahl erleichtert, sondern auch die Möglichkeit gegeben, ihre Stärken zu entfalten und in einem sich ständig verändernden Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.