In der Nacht zum Montag, dem 27. April, ereignete sich ein schockierender Vorfall in Meerbusch-Strümp: Einbrecher drangen in das Schlafzimmer einer 69-jährigen Frau ein. Die Tatzeit lag zwischen 2 und 3 Uhr, als drei maskierte Täter, die mit Sturmhauben, Handschuhen und schwarzer Kleidung ausgestattet waren, in die Wohnung eindrangen und dabei Russisch sprachen. Während zwei Täter andere Zimmer durchwühlten, hielt der dritte der Seniorin den Mund zu. Glücklicherweise blieb die 69-Jährige unverletzt, doch die Täter erbeuteten Geld und flüchteten durch die Kellertür. Dieser Einbruch ist nicht isoliert, sondern Teil einer Welle von insgesamt 13 Einbrüchen, die in der vergangenen Woche im Rhein-Kreis Neuss verzeichnet wurden. Allein in Meerbusch gab es vier Einbrüche, während in Korschenbroich drei, in Neuss zwei, in Jüchen zwei sowie je einer in Dormagen und Kaarst stattfand. Genauere Informationen sind in dem ausführlichen Bericht zu finden, den man hier nachlesen kann.
Die Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss scheint sich in jüngster Zeit stärker zu entwickeln. Im Jahr 2024 wurden dort insgesamt 30.954 Straftaten registriert – ein Anstieg von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders besorgniserregend ist die Zunahme von Gewaltkriminalität, die auf 1.118 Delikte anstieg, während die Aufklärungsquote bei 79,9 % liegt. Einbrüche sind zwar gesunken – auf 936 Delikte im Jahr 2024 im Vergleich zu 989 im Jahr 2023 – doch die Aufklärungsquote fiel auf nur 10,7 %. Diebstahlsdelikte machen mit 11.807 registrierten Fällen 38,1 % der Gesamtkriminalität aus und zeigen einen klaren Trend. Ein weiteres Highlight der Kriminalstatistik ist, dass 34,7 % der tatverdächtigen Personen nichtdeutscher Herkunft sind, während nur 14,2 % der Bevölkerung im Kreis diesen Hintergrund aufweisen.
Einblicke in die Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss
Die Polizei hat jedoch auch Maßnahmen ergriffen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Eine Präventionskampagne mit dem Titel „Auflegen!“ wurde ins Leben gerufen, um Betrugsmaschen zu bekämpfen. Zudem konnte die Ermittlungskommission Spoof 33 Straftaten aufklären und etwa 800 weitere verhindern, was einen kleinen Lichtblick inmitten der düsteren Statistiken darstellt. In Meerbusch gab es im Jahr 2024 einen Rückgang der Gesamtjahreskriminalität um 3,5 % auf 2.575 Delikte. Allerdings stiegen die Fälle von Gewaltkriminalität um satte 39,7 % auf 81, was die Sorgen der Anwohner sicherlich verstärkt. Auch die Kfz-Diebstähle nahmen mit einem Anstieg von 52,2 % von 23 auf 35 Fälle zu.
Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt, dass die Gesamtkriminalität in Deutschland rückläufig ist, mit 5.508.559 registrierten Fällen, was einem Rückgang von 5,6 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Dennoch gibt es einen Anstieg bei Sexualdelikten und Wohnungseinbruchdiebstählen. Die Aufklärungsquote liegt stabil bei 57,9 %, was zumindest darauf hindeutet, dass die Polizei in vielen Fällen erfolgreich ermittelt. Die Entwicklung der Kriminalität bleibt also ein spannendes, aber auch besorgniserregendes Thema, das die Menschen sowohl in Deutschland als auch in Österreich beschäftigt.
