Heute ist der 25.04.2026 und im Rhein-Sieg-Kreis steht ein besonderes Ereignis vor der Tür: das traditionelle Maibaumstellen in der Nacht zum 1. Mai. Diese jahrhundertealte Tradition wird in regulären Jahren von Männern und in Schaltjahren von Frauen durchgeführt. Der Maibaum, oft eine geschälte Tanne mit einer geschmückten Spitze oder Wappen, wird dabei zentral im Dorf aufgestellt und symbolisiert den Beginn des Wonnemonats Mai. Die Verkaufsstellen für Maibäume in der Region sind bereits bereit, um den Interessierten zu helfen, ihre eigenen Maibäume zu erwerben und aufzustellen. Laut einem aktuellen Bericht der Rundschau Online stehen im Rhein-Sieg-Kreis 2026 Maibäume zum Verkauf.

Die Preise für die Maibäume variieren je nach Größe und Standort. So gibt es beispielsweise in Siegburg, Aulgasse die Möglichkeit, Maibäume ab 10 Euro zu kaufen und diese am 29. und 30. April abzuholen. In Troisdorf, sowohl in Altenrath als auch in Sieglar, werden am 30. April Bäume zu Preisen ab 10 Euro angeboten, wobei die Höhe zwischen 2 und 4 Metern variiert. Auch in Sankt Augustin, Niederpleis und weiteren Orten finden sich Verkaufsstellen, die eine breite Palette an Maibäumen anbieten.

Verkaufsstellen und Preise

  • Siegburg, Aulgasse: Forsthaus Aulgasse, Steinbahn 24. Abholung: 29. April (12-18 Uhr), 30. April (12-20 Uhr). Preise ab 10 Euro.
  • Troisdorf, Altenrath: Kreisverkehr am Ortseingang, Parkplatz Düffenbroich. Verkauf am 30. April (12-18:30 Uhr). Preise ab 10 Euro.
  • Troisdorf, Sieglar: Ecke Troisdorfer Straße/Alemannenstraße. Verkauf am 30. April (9-21 Uhr). Preis: 10 Euro pro Meter.
  • Sankt Augustin, Meindorf: Ortseingang Geislarer Straße. Verkauf am 29. und 30. April (11-18 Uhr). Preise: 24 Euro (bis 4 Meter), 34 Euro (bis 6 Meter), 44 Euro (bis 8 Meter).
  • Niederpleis, Grundschule Am Pleiser Wald: Abholung am 30. April (12-18 Uhr). Preise ab 10 Euro.
  • Menden, Metro-Parkplatz: Verkauf am 29. April (10-19 Uhr), 30. April (10 bis spät). Preise: 10 Euro pro Meter.
  • Lohmar, Breidt: Verkauf am 29. April (10-19 Uhr), 30. April (10 bis spät). Preise: 10 Euro pro Meter.
  • Niederkassel, Rathausplatz: Verkauf am 30. April (14-17 Uhr). Preise ab 24 Euro für 4 Meter.
  • Königswinter, Ittenbach: Verkauf am 30. April (11-17 Uhr). Preise variieren nach Größe, ab 10 Euro.
  • Swisttal, Buschhoven: Verkauf am 30. April (14-18 Uhr). Preis: 15 Euro pro Stück.

Für den Transport der Maibäume gelten strenge Regeln, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Man muss mindestens zwei Spanngurte verwenden, Überstände dürfen keine Scheinwerfer oder Kennzeichen verdecken, und die Höhe der Ladung darf bestimmte Maße nicht überschreiten. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass die Maibäume sicher transportiert werden und keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.

Tradition und Brauchtum

Maibäume sind nicht nur ein schöner Brauch, sondern auch ein beliebtes Objekt für Trophäen unter Nachbardörfern. Es kommt dabei nicht selten vor, dass Maibäume gestohlen oder abgesägt werden. Um dies zu verhindern, bewachen Junggesellen die Bäume in der Nacht. Interessanterweise kann das mehrmalige Aufstellen eines Maibaums für eine Frau als Heiratsantrag gedeutet werden. Ein Baum, der drei Jahre in Folge für die gleiche Frau aufgestellt wird, gilt als ernsthafter Antrag. Diese Tradition ist tief in der Kultur verwurzelt und wird in vielen Regionen, auch im Rhein-Erft-Kreis und in Köln, lebhaft gepflegt.

Maibäume stehen bis zum letzten Tag im Mai und müssen dann abgebaut werden, was oft mit einer kleinen Feier verbunden ist. Diese Feierlichkeiten können einen Kuss von der Beschenkten, ein Bier vom Vater und einen Kuchen von der Mutter beinhalten. Zudem gibt es auch „Schandbäume“, die von Verschmähten aufgestellt werden und oft mit Klopapier oder schwarzem Kreppband dekoriert sind.

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Insgesamt sorgt die Maibaum-Tradition für ein fröhliches Miteinander in den Gemeinden und bringt die Menschen zusammen, um den Frühling willkommen zu heißen.