Das Osterholz-Scharmbecker Stadtfest steht vor der Tür und wird vom 17. bis 19. Juli zum 33. Mal gefeiert. Ein Grund zur Freude, aber auch zur Sorge, denn die finanziellen Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig. Es wird privat organisiert, was bedeutet, dass sich die Veranstalter ganz auf die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und treuer Partner verlassen müssen – ein schwieriges Unterfangen in Zeiten von sinkenden Sponsorengeldern. Laut dem Weser-Kurier sind die Sponsorengelder im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie um rund 40% gesunken.

Dennoch wird das Fest, das auf dem Marktplatz der Sparkasse Rotenburg Osterholz und auf der Bremen-Eins-Bühne am Kirchenvorplatz stattfindet, ein buntes Programm bieten. Los geht’s am Freitag um 19:30 Uhr, mit einem Ende gegen 1:15 Uhr in der Nacht. Am Samstag öffnet der Karkmesmarkt bereits um 9 Uhr seine Pforten. Hier werden 70 bis 80 Stände erwartet, bevor die Musik ab 16 Uhr mit der Acoustic-Folk-Band Grindstone Company und weiteren Acts wie DJ Ralf Burnett und DJ Basti richtig loslegt. Ein Novum in diesem Jahr: Die Musik darf am Samstag bis 2 Uhr nachts spielen – das könnte einige Nachtschwärmer freuen!

Ein abwechslungsreiches Programm

Der Sonntag wird mit einem Gottesdienst der St.-Willehadi-Kirchengemeinde beginnen, gefolgt von Auftritten des Shanty-Chors und einer Kinderparty. Den krönenden Abschluss des Stadtfestes wird ein Auftritt des Akkordeonspielers Detlef Gödicke bilden. Bei all dem Trubel bleibt jedoch der finanzielle Druck im Hintergrund. Es gibt Überlegungen, freiwillige Solitickets nach dem Vorbild der Breminale einzuführen, um die Kosten zu decken. Falls sich die Lage nicht verbessert, könnte das Fest sogar umbenannt werden, um die finanziellen Herausforderungen zu reflektieren.

Der Rückhalt durch langjährige Partner wie die Osterholzer Stadtwerke und die Sparkasse Rotenburg Osterholz ist jedoch ein Lichtblick. Diese regionalen Akteure zeigen, dass sie bereit sind, das Stadtfest auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Doch bleibt abzuwarten, ob das ausreicht, um die Veranstaltung in der gewohnten Form auf die Beine zu stellen. Die steigenden Kosten durch Sicherheitsauflagen und GEMA-Gebühren setzen den Organisatoren zu, und die Stadt selbst bietet keine finanzielle Unterstützung an.

Die Bedeutung des Stadtfestes

Das Stadtfest ist nicht nur ein Highlight im Veranstaltungskalender von Osterholz-Scharmbeck, es ist auch ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinschaft. Hier trifft man Nachbarn, Freunde und Bekannte, tauscht sich aus und genießt die Vielfalt an Aktivitäten. In einer Zeit, in der viele Veranstaltungen unter den finanziellen und pandemiebedingten Folgen leiden, ist es umso wichtiger, solche Feste zu erhalten. Es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren die Herausforderungen meistern und das Stadtfest zu einem unvergesslichen Erlebnis machen können.

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