In Bad Neuenahr-Ahrweiler fand kürzlich der erste „InnovationTalk@IQIB“ statt, ein spannendes Event, das sich ganz der Stärkung der Resilienz von Kommunen widmete. Veranstaltet wurde dieser Austausch vom Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH (IQIB). Der Fokus lag auf der Frage, wie man die Resilienz in der Gesellschaft durch innovative Konzepte, moderne Technik und vor allem durch die Einbindung der Bevölkerung erhöhen kann. Mechthild Heil von der CDU betonte, dass es für eine gesellschaftliche Resilienz unerlässlich ist, die Menschen aktiv in den Prozess einzubeziehen. Das war ein klarer Aufruf zur Mitwirkung!
Der Austausch brachte eine Vielzahl von Fachleuten aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Praxis zusammen. Ein zentrales Anliegen war, wie die Bevölkerung Verantwortung beim Hochwasserschutz übernehmen kann. Michael Schneider, ebenfalls von der CDU, stellte klar, dass jeder Einzelne gefordert ist, um die eigene Gemeinschaft zu schützen. Im Rahmen des Projekts „Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz“ (Resitek) wurden innovative Ansätze vorgestellt, die auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Bevölkerung setzen. Joachim Götz, der Projektleiter, hob hervor, wie wichtig es ist, Probleme gemeinsam zu identifizieren – und das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Kooperation und Vernetzung
Ein weiterer spannender Punkt war die geplante Live-Demonstration im Ahrtal, die für Juni 2026 zu Hochwasserszenarien vorgesehen ist. Hierbei arbeiten mehrere Partner zusammen, darunter der Landkreis Ahrweiler, das Bayerische Rote Kreuz und natürlich das IQIB. Diese Zusammenarbeit wird durch das regionale Katastrophenschutznetzwerk H-Kat-Net, geleitet von IQIB und Daniel Gronwald vom THW, unterstützt. Auch die Rolle von Multiplikatoren, wie David Bongart von der Zukunftsregion Ahr, wurde angesprochen: Resilienz kann man lernen, und solche Multiplikatoren sind dabei Gold wert!
Die gesellschaftliche Verantwortung war ein immer wiederkehrendes Thema. Susanne Müller von der SPD sprach sich dafür aus, Resilienz als Bildungsaufgabe zu betrachten – beispielsweise durch Katastrophenschutzübungen in Schulen und Gemeinden. Die Planung eines International Resilience Research Center (IRRC) wurde von Michael Schäfer von der Kreisverwaltung Ahrweiler angesprochen. Eine spannende Initiative, die aber noch auf die endgültige Finanzierung warten muss. Es bleibt also spannend, wie sich diese Ideen weiterentwickeln werden.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Resilienzstrategie der Bundesregierung bildet einen umfassenden Rahmen, um Menschen und ihre Lebensgrundlagen zu schützen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen zu stärken. Sie berücksichtigt alle Phasen des Katastrophenrisikomanagements – von der Prävention über die Vorsorge bis hin zur Nachbereitung. Diese Strategie ist besonders wichtig, da sie nicht nur die Gefahren der Vergangenheit, sondern auch zukünftige Risiken im Blick hat. Die Krisen der letzten Jahre haben sehr deutlich gemacht, dass wir besser vorbereitet sein müssen.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) spielt eine zentrale Rolle in der Umsetzung dieser Resilienzstrategie. In den kommenden Jahren wird ein Umsetzungsplan veröffentlicht, der als Grundlage für einen Fortschrittsbericht im Jahr 2026 dienen soll. Es wird also weiterhin an der Stärkung der Resilienz gearbeitet, und die nächsten Schritte sind bereits geplant. Die Idee ist, dass alle Mitglieder der Gesellschaft – von Privatpersonen über Kommunen bis hin zur Privatwirtschaft – einbezogen werden.
Der nächste „InnovationTalk@IQIB“ wird am 18. November stattfinden und sich mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ befassen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Diskussionen weiterhin so anregend und zukunftsorientiert bleiben wie beim ersten Event! Wer mehr über die vergangenen und zukünftigen Initiativen erfahren möchte, findet weitere Informationen in dem Artikel von GA.de.
