Investitionen in die Zukunft von Bad Dürkheim: Kreishaus-Erweiterung und Schulmodernisierung mit 38 Millionen Euro Fördermitteln
In Bad Dürkheim tut sich gerade eine Menge. Der Landkreis plant, das Kreishaus erheblich zu erweitern. Ein Neubau soll in der Nachbarschaft entstehen, und das nicht ohne Grund. Die finanziellen Mittel dafür kommen aus einem Sondervermögen, das dem Landkreis zur Verfügung steht. Insgesamt hat Bad Dürkheim rund 38,1 Millionen Euro erhalten, um verschiedene Projekte zu finanzieren, die sonst möglicherweise nicht realisierbar wären. Diese Informationen wurden von Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) in der letzten Kreistagssitzung bekannt gegeben.
Im Fokus stehen nicht nur der Neubau des Verwaltungsgebäudes, sondern auch die energetische Sanierung zweier Schulen. Die Carl-Orff-Realschule plus (COR) in Bad Dürkheim und das Leininger Gymnasium (LG) in Grünstadt sollen jeweils rund zehn Millionen Euro für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen erhalten. Hierzu zählen unter anderem die Fassadenerneuerung, der Fenstertausch sowie Dachsanierungen und die Erneuerung der Heiztechnik. Die Projekte wurden gezielt ausgewählt, da es für sie keine oder nur geringe Fördermöglichkeiten gibt. Das Geld soll also nicht einfach in den Wind geblasen werden, sondern gezielt zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Schulen und Infrastruktur eingesetzt werden.
Investitionen in die Zukunft
Das Sondervermögen hat eine klare Zielsetzung: Es soll die Zukunftsfähigkeit von Ländern und Kommunen stärken. Diese Investitionen sind dringend notwendig, vor allem im Bereich Bevölkerungsschutz, Infrastruktur, Forschung, Entwicklung und Digitalisierung. Der Landkreis Bad Dürkheim hat zudem einen Anteil von rund 114,257 Millionen Euro aus dem Infrastruktursondervermögen in Rheinland-Pfalz erhalten. Ein Drittel dieses Betrags bleibt beim Landkreis für die genannten Projekte. Eine rechtliche Grundlage für diese umfangreichen Investitionen bildet das Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz.
Die hohe Nachfrage nach Büroflächen in der Kreisverwaltung hat dazu geführt, dass die Mitarbeitendenzahl seit 2019 um 20 Prozent gestiegen ist. Das führt zu einer Raumnot, die mit dem neuen Verwaltungsgebäude behoben werden soll. Aktuell werden jährlich rund 130.000 Euro für angemietete Büroflächen ausgegeben – ein Betrag, der so nicht weiter tragbar ist. Das neue Gebäude, das planmäßig 18 Millionen Euro kosten soll, wird auch ein Krisenzentrum beinhalten. Ein echter Gewinn für die Verwaltung und die Bürger, die auf einen gut funktionierenden Behördenapparat angewiesen sind!
Verteilung der Mittel
Doch wie genau wird das Geld verteilt? Zwei Drittel der Mittel gehen an hauptamtlich geführte Kommunen im Landkreis, basierend auf den Einwohnerzahlen. So erhält Bad Dürkheim beispielsweise 10,858 Millionen Euro, während Grünstadt 8,139 Millionen Euro und Haßloch 11,707 Millionen Euro bekommen. Auch die Verbandsgemeinden haben ihre regionalen Umsetzungskonzepte erstellt, die im Kreistag verabschiedet wurden. Es ist also ein klar strukturierter Plan, der hier verfolgt wird – ganz im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und den Herausforderungen des demografischen Wandels.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Rheinland-Pfalz-Plan, der die kommunale Ebene in den Fokus rückt. Mit insgesamt rund 3,51 Milliarden Euro für die Förderlinie Kommunen wird eine langfristige Planungssicherheit für die Verwaltungen geschaffen. Die Verteilung der Regionalbudgets erfolgt auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte, was bedeutet, dass die konkrete Verwendung der Mittel vor Ort entschieden wird. So bleibt es nicht nur bei großen Worten, sondern es wird auch tatsächlich vor Ort etwas bewegt.
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