Sprachförderung für alle: Bad Dürkheimer Kitas starten Modellprojekt
In Bad Dürkheim tut sich was! Drei Kindertagesstätten – das „Haus für Kinder“, die Kita „Regenbogen“ in Ungstein und die „Schatzkiste“ – haben den Sprung in ein spannendes Modellprojekt geschafft. Sie wurden als „Partnerkitas“ der Salierschule für das Projekt „Sprachdeputate“ ausgewählt. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat diese Entscheidung getroffen, und damit erhalten die Kitas zusätzliche Unterstützung für die Sprachbildung und -förderung ihrer kleinen Schützlinge. Es ist wirklich wichtig, denn Alltagsintegrierte Sprachförderung ist im Kita-Gesetz von Rheinland-Pfalz fest verankert. Das bedeutet, dass Sprachförderung nicht nur ein theoretisches Konzept ist, sondern im täglichen Miteinander der Kinder stattfindet – beim Spielen, Vorlesen, Singen und in Gesprächen.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Förderung allen Kindern zugutekommt, egal woher sie kommen oder welche Muttersprache sie sprechen. Besonders Kinder mit Unterstützungsbedarf können durch die „Sprachdeputate“ gezielt begleitet werden. Dabei wird nicht nur der Wortschatz gefördert, sondern auch das Sprachverständnis, der Satzbau und die Kommunikationsfähigkeit. Die Teams der ausgewählten Kitas bekommen dazu fachliche Unterstützung, um ihre Sprachbildungsangebote weiterzuentwickeln. Ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Fachliche Begleitung und spannende Veranstaltungen
Am 13. Januar 2026 wird das Projekt offiziell starten. Die fachliche Begleitung erfolgt in Kooperation mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz. Hierbei gibt es nicht nur Infobriefe und Netzwerktreffen, sondern auch digitale Veranstaltungen mit Fachimpulsen zu arbeitsrelevanten Themen. Expertinnen wie Frau Prof. Dr. Sachse von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Frau Prof. Dr. Wildemann von der RPTU Kaiserslautern – Landau werden ihre wertvollen Einblicke und Erfahrungen teilen. Die Themen sind breit gefächert: von der Rolle der Sprachbeauftragten bis hin zu Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen – da ist für jeden etwas dabei!
Die Termine für die Fachimpulse sind bereits festgelegt. Am 19. Februar 2026 geht’s los mit der Rolle und dem Auftrag der Sprachbeauftragten, gefolgt von weiteren wichtigen Themen bis November. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist freiwillig, aber sicherlich eine tolle Möglichkeit, sich weiterzubilden und auszutauschen. Die relevanten Dokumente werden in einem speziellen Kurs auf dem Bildungsportal RLP bereitgestellt, und die Einladung zur Anmeldung wird im Februar 2026 an die teilnehmenden Einrichtungen versendet.
Ein wichtiger Schritt für Bildungsgerechtigkeit
Die Initiative zur Sprachförderung ist nicht neu. Schon im Februar 2015 wurde der Maßnahmenplan „Sprachförderung in Schulen“ ins Leben gerufen. Mit der Qualitätsoffensive „Deutsch als Zweitsprache“ wurden die Sprachfördermaßnahmen weiter ausgebaut, um insbesondere Neuankömmlinge mit unzureichenden Deutschkenntnissen zu unterstützen. In Rheinland-Pfalz gibt es eine hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern, die Förderbedarf in Deutsch haben. Das zeigt, wie wichtig es ist, bestehende Maßnahmen kontinuierlich zu optimieren und anzupassen. Fortbildungen für Lehrkräfte zur Sprachbildung und zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“ sind ein weiterer Baustein, um die Qualität der Sprachförderung zu sichern. Die Entwicklung spezifischer Fördermaterialien und die Nutzung vorhandener Ressourcen sind dabei unerlässlich.
Die Sprachförderung ist ein zentrales Anliegen, das nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, sondern alle kleinen Sprachentdecker betrifft. Die Fortschritte, die durch solche Projekte erzielt werden, sind von großer Bedeutung für die Bildungsgerechtigkeit in der Region. Mit den neuen Ansätzen und der engen Zusammenarbeit zwischen Kitas und Schulen wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht, um jedem Kind die besten Chancen zu bieten. Und das ist schließlich das, was wir uns für die Zukunft wünschen!
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