Heute, am 1. Mai 2026, fand in Bad Kreuznach eine spannende Veranstaltung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz statt. Der Girls’Day, ein Event, das Mädchen in technische Berufe einführt, war in vollem Gange. Fünf neugierige Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren hatten die Gelegenheit, den Bereich des konstruktiven Ingenieurbau kennenzulernen. Was für eine tolle Möglichkeit, sich in einer von Männern dominierten Branche umzusehen!
Die Veranstaltung umfasste eine Besichtigung der Baustelle an der Guldenbachbrücke in Langenlonsheim. Die Mädchen wurden nicht nur Zuschauerinnen, sondern echte Brückenbauerinnen! Mit Stift und Papier in der Hand zeichnete jedes Mädchen ihre eigene Brücke in einen Landschaftsplan. Der kreative Prozess hielt sie in Atem, während sie mit verschiedenen Materialien experimentierten, um eine Leonardo-Brücke aus Holzstäbchen zu bauen. Diese Brücke sollte ganz ohne weitere Befestigung halten – ein echtes Meisterwerk der Ingenieurskunst, wenn man bedenkt, dass es nur mit ein paar einfachen Materialien möglich war!
Berufsbilder im Fokus
Der LBM ist nicht nur für Brücken zuständig, sondern auch für Tunnel, Stützwände und Lärmschutzwände in Rheinland-Pfalz. Das Engagement des LBM für den Girls’Day ist seit vielen Jahren eine feste Größe. An insgesamt acht Standorten in Rheinland-Pfalz, darunter die Straßenmeistereien in Kelberg, Bernkastel, Altenkirchen, Landau und Diez sowie regionale Dienststellen in Bad Kreuznach, Diez und Trier, konnten über 20 Mädchen viel über technische Berufe rund um die Straßen erfahren.
Die vorgestellten Berufsbilder waren vielfältig und reichten von Straßenwärterin über Bauaufseherin bis hin zu Kfz-Mechatronikerin und Bauingenieurin. Verkehrsstaatssekretärin Petra Dick-Walther betonte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen, um den Mädchen praktische Erfahrungen im Brückenbau zu ermöglichen. „Solche Einblicke sind entscheidend, um junge Talente für technische Berufe zu begeistern“, sagte sie. Es ist ermutigend zu sehen, wie Initiativen wie der Girls’Day dazu beitragen, den Frauenanteil in der Baubranche zu erhöhen.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Veranstaltung in Bad Kreuznach ist Teil eines größeren Trends, der in ganz Deutschland zu beobachten ist. Überall fanden ähnliche Events statt, bei denen junge Menschen Einblicke in die Bauwelt erhielten. In Aichach beispielsweise lernten Teilnehmerinnen das Berufsbild der Zimmerin kennen, während in Bebra praxisnahe Erfahrungen im Spezialtiefbau gesammelt wurden. So unterschiedlich die Orte auch sind, das Ziel bleibt dasselbe: junge Menschen für Berufe in Bau, Technik und Ingenieurwesen zu begeistern.
Das Programm ist nicht nur spannend, sondern auch wichtig, um Talente zu entdecken und für die Branche zu gewinnen. Es ist eine Art von praktischer Ausbildung, die oft in Schulbüchern zu kurz kommt. Und das ist es, was den Girls’Day so besonders macht: Hier wird nicht nur geredet, sondern aktiv durchgeführt. Ob beim Zeichnen, Bauen oder Forschen – die Mädchen sind mittendrin und erleben Technik hautnah. Ein großes Dankeschön an alle, die solche Programme ermöglichen und unterstützen!