Im Landkreis Bernkastel-Wittlich tut sich einiges! Das Projekt „Starke Kerne – Starke Region“ hat zum Ziel, die Ortsmitten zu stärken und die Nutzung vorhandener Gebäude und Flächen zu optimieren. Die Idee dahinter? Neue Wohnmöglichkeiten schaffen und die Innenentwicklung vorantreiben. Das hört sich doch gut an, oder? Die Initiative konzentriert sich auf die gezielte Entwicklung von Gebäuden und Flächen innerhalb bestehender Ortslagen. Damit profitieren nicht nur die Kommunen, sondern auch Eigentümer, junge Familien, ältere Menschen und Wohnungssuchende.
Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist die Unterstützung für Kommunen und Bürger bei der Identifizierung und Umsetzung von Entwicklungsmöglichkeiten. Hierbei werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, wie der Aufbau eines Innenentwicklungskatasters und die Begleitung ausgewählter Modellgemeinden. Außerdem gibt es Beratungs- und Informationsangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und praktische Hilfen für Eigentümer und Bauinteressierte. Diese Initiative ist ein Ergebnis des Kreisentwicklungsprozesses und knüpft an bestehende Ansätze wie den Zukunfts-Check Dorf und die Dorferneuerung an.
Förderung und Zusammenarbeit
Durch das Bundesprogramm „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ wurden Fördermittel in Höhe von rund 405.000 Euro für dieses Projekt bereitgestellt. Der Bewilligungszeitraum erstreckt sich vom 20. Januar 2026 bis zum 31. Oktober 2028. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Wittlich, der Einheitsgemeinde Morbach sowie verschiedenen Verbands- und Planungspartnern aus den Bereichen Baukultur, Handwerk und Wissenschaft spielt hierbei eine zentrale Rolle.
Die Arbeit, die im Rahmen dieses Projekts geleistet wird, ist nicht nur wichtig für die Region selbst, sondern zeigt auch, wie Innenentwicklung in kleineren Städten und Gemeinden funktionieren kann. In einem Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) beauftragt wurde, werden Strategien zur Stärkung der Innenentwicklung vorgestellt. Zehn Strategien werden präsentiert, die von der kritischen Bestandsaufnahme bis hin zu temporären und kreativen Nutzungen reichen.
Praktische Ansätze für lebendige Gemeinden
Egal, ob es um die Stärkung des Einzelhandels oder die Förderung generationenübergreifender Nutzungsangebote geht – die Ansätze sind vielfältig. Die Veröffentlichung bietet nicht nur strukturelle Überblicke, sondern auch praktische Beispiele aus Fallstudien, die aus verschiedenen Kommunen in Deutschland stammen. Das zeigt, dass es durchaus Lösungen gibt, um den Herausforderungen des demographischen Wandels und der Urbanisierung zu begegnen.
Die Frage, wie man lebendige und nutzungsgemischte Wohn- und Versorgungsstandorte sichern kann, betrifft nicht nur Bernkastel-Wittlich, sondern ist ein Thema, das viele Gemeinden in Deutschland beschäftigt. Es bleibt spannend, wie sich die Umsetzung der Maßnahmen entwickeln wird und welche neuen Impulse die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren erleben dürfen.
Eine interessante Zeit steht bevor – und wir sind gespannt, wie die Entwicklung in der Region weiter voranschreitet!