Viezprämierung 2026: Ein Fest der regionalen Genusskultur
Am 15. Juli 2026 fand in der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in Bekond die Viezprämierung statt, bei der die besten Vieze des aktuellen Jahrgangs ausgezeichnet wurden. Diese Veranstaltung hat sich mittlerweile als fester Bestandteil der regionalen Genusskultur etabliert und steht für Heimat, traditionelles Handwerk und die Wertschätzung regionaler Produkte. Die Prämierung wird seit sechs Jahren von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück und weiteren Institutionen organisiert. Jutta Schneider, die Leiterin des Weinbauamtes, betonte dabei die enge Verbundenheit des Viezes mit der Region und hob die hohe Qualität der eingereichten Produkte hervor.
Zu den Teilnehmern der Veranstaltung zählten nicht nur Erzeugerinnen und Erzeuger, sondern auch eine Fachjury sowie Vertreter aus Kommunen, Verbänden und regionalen Institutionen. Der Viez, ein traditionelles Getränk aus Äpfeln, Birnen oder Quitten, wird in Deutschland seit Jahrhunderten hergestellt. Das Wissen über Zucht, Anbau und Weiterverarbeitung der Obstsorten ist über Generationen weitergegeben worden. Das zeigt, wie tief verwurzelt die Viezkultur in der Region ist und wie wichtig sie für die lokale Identität ist.
Die besten Vieze des Jahres
Die Prämierung hatte das Ziel, hochwertige Vieze aus der Region auszuzeichnen. Dabei standen Qualität und traditionelle Kelterkunst im Vordergrund, aber auch die Bedeutung der Streuobstwiesen für die regionale Wertschöpfung wurde hervorgehoben. Axel Christmann von der Trierer Viezbruderschaft bezeichnete die Viezkultur sogar als immaterielles Kulturerbe. Das gibt dem Ganzen eine noch tiefere Bedeutung, als man zunächst denken könnte.
Die ausgezeichneten Betriebe sind ein bunter Mix aus verschiedenen Regionen. Zu den Preisträgern gehören unter anderem:
- Beer Michael, Kesten
- Blau Johannes, Pellingen
- Bohrshof Alexander, Welschbillig
- Fisch Konrath Matthias, Trier
- Viezmanufaktur, Tawern-Fellerich
Auf diese Weise wird deutlich, wie vielfältig die Viezproduktion in der Region ist. Jeder Betrieb bringt seine eigene Note und Expertise mit, was sich im Geschmack und in der Qualität der Produkte widerspiegelt.
Ein Blick in die Zukunft
Das 7. Trierer Viezfest, das am 22. August 2026 stattfinden wird, steht zudem vor der Tür. Hier können die Besucher die Vielfalt des Viezes erleben und sich mit den Produzenten austauschen. Monika Lambert-Debong von der Viezstraße forderte den Erhalt des Begriffs „Viez“, was zeigt, wie wichtig das kulturelle Erbe für die Region ist. Darüber hinaus gibt es Impulsvorträge zu Fördermöglichkeiten für Streuobst-Projekte, die bis zum 1. September 2026 eingereicht werden können. Das zeigt, dass die Zukunft des Viezes auch aktiv gestaltet werden kann und sollte.
Die Herstellung und der Konsum von Viez sind nicht nur ein Teil der regionalen Kultur, sondern auch ein Beispiel für nachhaltige Landwirtschaft. Kleinproduzenten nutzen manuelle Spindel- und Hebelpressen, während größere Mengen mit hydraulischen Pressen verarbeitet werden. Die Kenntnisse über spezifische Obstsorten, gärtnerische Maßnahmen und die Pflege der Bäume sind unerlässlich für die Qualität des Endproduktes.
Wer also einmal in die Welt des Viezes eintauchen möchte, hat jetzt die perfekte Gelegenheit. Die Viezprämierung ist nicht nur eine Feier der Tradition, sondern auch ein Fenster in die Zukunft der regionalen Genusskultur. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Tradition weiterentwickeln wird – und wer weiß, vielleicht findet man bald neue, kreative Viezvariationen, die das Herz höher schlagen lassen.
Weitere Informationen zur Viezkultur und deren Herstellung finden Sie hier.
Für alle, die die Vielfalt und die Geschichten hinter den Produkten erleben möchten, gibt es keinen besseren Zeitpunkt als jetzt. Über die Jahre hat sich eine ganz besondere Verbindung zwischen den Menschen, den Früchten und der Viezherstellung entwickelt, die einfach zum Genießen einlädt. Ein Hoch auf das Viez!
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