Im malerischen Donnersbergkreis, wo die sanften Hügel und die Ruhe der Natur das Bild prägen, lebt die 87-jährige Elisabeth Wolf. Sie hat eine ganz besondere Verbindung zur Welt um sich herum, vor allem zu Diana Piegsa-Siefert, die sie seit drei Jahren als Freundin an ihrer Seite hat. In einer Zeit, in der Einsamkeit im Alter ein zentrales Thema ist, zeigt ihre Freundschaft, wie wichtig es ist, über das eigene Empfinden zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. Elisabeth hat keine Kinder, ihr Mann und ihre Eltern sind verstorben, und ihre Schwester ist im Pflegeheim. Diese Umstände könnten sie in die Isolation treiben, doch Diana, die sich ehrenamtlich bei der Initiative „Zeit zu verschenken“ engagiert, bringt Licht in ihr Leben.

Diese Initiative wurde von Simone Keller ins Leben gerufen, um Einsamkeit bei älteren Menschen zu bekämpfen, und sie hat in der Region großen Anklang gefunden. Diana und Elisabeth haben regelmäßig Rituale, die ihren Alltag bereichern: Sie gehen gemeinsam einkaufen, besuchen den Friseur, machen sich die Nägel schön, trinken Kaffee und spielen Spiele. So wird jeder Besuch zu einem kleinen Fest, das die Einsamkeit für einen Moment vertreibt. Besonders eindrucksvoll war Dianas täglicher Besuch während Elisabeths Krankenhausaufenthalt wegen Gürtelrose. Das zeigt, wie stark ihre Bindung geworden ist.

Ehrenamtliches Engagement als Schlüssel

In Rheinland-Pfalz engagieren sich rund 1,5 Millionen Menschen ehrenamtlich. Das ist eine beeindruckende Zahl! Doch es gibt einen Rückgang des Ehrenamts bei Menschen ohne Migrationshintergrund, während das Engagement unter Menschen mit Migrationshintergrund zunimmt. Dies wirft Fragen auf und macht deutlich, wie wichtig es ist, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu integrieren und gemeinsam Lösungen zu finden.

Die Diakonie Pfalz setzt im Donnersbergkreis neue Wege zur Bekämpfung von Einsamkeit ein. Zu den Angeboten gehören nicht nur der Frauentreff und das Beratungsmobil, sondern auch das Programm „Zeit schenken“. Einsamkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl, über das selten offen gesprochen wird. Besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage kürzer und grimmiger werden, verstärkt sich das Gefühl der Isolation. Die Diakonie bietet einen Ort in Kirchheimbolanden, an dem Betroffene Unterstützung finden können.

Beratung und Unterstützung vor Ort

Das Beratungsmobil, bekannt als Diakom, wird mit einem Team von Beratungskräften an verschiedenen Standorten in der Pfalz eingesetzt. Es hat das Ziel, Menschen über Angebote und Strukturen zu informieren, die helfen, aktiv zu bleiben, sich zu vernetzen und Altersarmut sowie Vereinsamung vorzubeugen. Das klingt doch vielversprechend, oder? Kostenfreies Informationsmaterial wird bereitgestellt, und individuelle Beratung steht ebenfalls zur Verfügung. Die Termine können je nach Bedarf vereinbart werden, was eine tolle Flexibilität bietet.

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Durch diese Initiativen wird die Wichtigkeit des Engagements in der Gemeinschaft immer deutlicher. Die Herausforderungen der Einsamkeit sind real und erfordern kreative Lösungen. Die verschiedenen Arten von Ehrenämtern, die auf Interessen und Zeitverfügbarkeit abgestimmt sind, können dabei helfen, die Gesellschaft zusammenzubringen. Der landesweite Ehrenamtstag, der 2026 am 30. August in Kaiserslautern stattfinden wird, steht als ein weiteres Zeichen für die Wertschätzung des Ehrenamts.

Die Geschichten von Elisabeth und Diana sind nur zwei von vielen, die zeigen, dass das Miteinander das Leben bereichern kann. Es ist ermutigend zu sehen, wie Menschen sich gegenseitig unterstützen und die Einsamkeit im Alter ein Stück weit besiegen können. Bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft bestehen bleiben und noch mehr Menschen erreichen.

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