Heute ist der 15.07.2026 und die Temperaturen steigen im Donnersbergkreis erneut in die Höhe. Während sich die Menschen am Badesee entspannen oder im Schatten der Bäume eine Abkühlung suchen, stehen viele Arbeiter im Freien vor der Herausforderung, den heißen Sommertagen zu trotzen. Besonders die Baugewerkschaft hat Empfehlungen ausgesprochen, um den Risiken von Sonnenstrahlung und Hitze entgegenzuwirken. Marina Rimkus von der IG Bau betont, dass es für alle, die draußen arbeiten, unerlässlich ist, alle 15 Minuten Wasser zu trinken. Das klingt vielleicht simpel, aber gerade in der Hitze kann das Leben retten!
Zudem ist es wichtig, Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 50 aufzutragen und alle zwei Stunden nachzucremen, um Hautkrebs vorzubeugen. Schließlich gilt: Ein Sonnenbrand kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch langfristige Folgen haben. Es ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens – auch die Hautalterung wird durch UV-Strahlen beschleunigt. Die IG Bau hat die WSS-Regel (Wasser, Sonnencreme, Schatten) ins Leben gerufen, die sich in der Praxis bewährt hat.

Schutzmaßnahmen für Arbeiter

Für Arbeiter wie Maurer, Straßenbauer, Dachdecker, Landschaftsgärtner und Erntehelfer ist es ratsam, möglichst viel Haut zu bedecken. Ein luftdurchlässiger Bauhelm mit Nackenschutz gehört zur empfohlenen Schutzkleidung, und die Arbeitgeber sind verpflichtet, diese Schutzkleidung sowie ausreichend Getränke bereitzustellen. Ein Vorschlag, den die IG Bau als besonders sinnvoll erachtet, ist die Einführung einer „Getränke-Flatrate“ für die Beschäftigten. Wer kann da schon ablehnen? Bei schwerer Arbeit in großer Hitze sollten 3 bis 5 Liter Flüssigkeit pro Tag konsumiert werden. Das klingt viel, aber in der prallen Sonne ist es notwendig, um Dehydrierung zu vermeiden.
Es ist auch wichtig, regelmäßige Pausen im Schatten zu machen, zum Beispiel unter einem Sonnensegel. Wer die Arbeitszeiten in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen kann, hat zusätzlich einen klaren Vorteil – die Hitze ist dann oft erträglicher.

Doch die Sonne hat nicht nur ihre Schattenseiten. Ein weiterer Punkt, den die IG Bau hervorhebt, ist die Notwendigkeit eines jährlichen Hautkrebs-Checks für alle, die regelmäßig im Freien arbeiten. Auf der Website der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) gibt es zahlreiche weitere Tipps zum Thema Sonnen- und Hitzeschutz.
Die Frage bleibt, wie gut diese Maßnahmen in der Praxis angenommen werden. Oft sind es nicht nur die Regeln, die zählen, sondern auch die Akzeptanz bei den Beschäftigten. Schließlich ist es das Ziel, die Gesundheit der Arbeiter zu schützen und gleichzeitig die Produktivität zu gewährleisten.

Hintergründe und Risiken

Die steigenden Temperaturen und die längeren Hitzephasen sind nicht nur ein saisonales Phänomen. Sie führen zu erhöhter UV-Strahlung und damit zu verschiedenen gesundheitlichen Risiken, wie Dehydrierung und Hautkrebs. Hohe Temperaturen können zudem die Produktivität und die Konzentration der Arbeiter beeinträchtigen. Wer bei 30 Grad im Schatten schwitzt, hat oft nicht die nötige Leistungskraft, um konzentriert zu arbeiten. Das Risiko von Unfällen am Arbeitsplatz steigt ebenfalls – ein Aspekt, der nicht ignoriert werden sollte.
Auch die Anforderungen an die Arbeitgeber steigen: Technische Regelungen wie die ASR A3.5 besagen, dass die Lufttemperatur in Arbeitsräumen 26 °C nicht überschreiten sollte. Bei Außentemperaturen über 26 °C sind besondere Regelungen erforderlich, und bei Temperaturen über 30 °C müssen wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Hitzebelastung ergriffen werden.

Unter den empfohlenen Maßnahmen finden sich sowohl technische als auch organisatorische Lösungen. Technische Maßnahmen wie Sonnenschutzvorrichtungen, Dämmungen und gute Belüftung sind unerlässlich. Organisatorisch müssen Notfall- und Hitzeschutzpläne erstellt werden, und die Arbeitszeiten sollten flexibel gestaltet werden. Persönliche Maßnahmen, wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und angepasste Bekleidungsregelungen, sind ebenfalls wichtig. Wer in der Hitze arbeitet, braucht den richtigen Schutz – und das nicht nur, um die Haut zu bewahren, sondern auch, um sicher und gesund zu bleiben.

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