Heute ist der 12.05.2026 und wir blicken auf eine interessante, wenn auch traurige Nachricht aus dem benachbarten Deutschland. Im Donnersbergkreis, genauer gesagt im Keltendorf in Steinbach, zeigt sich das alte keltische Leben in seiner authentischen Pracht. Doch das idyllische Dorf, das nun schon seit über 20 Jahren besteht, ist derzeit geschlossen. Der Grund? Eine notwendige Sanierung der keltischen Hütten, die sich in einem bedenklichen Zustand befinden.
Die Holzbalken der Hütten sind stark beschädigt. Besonders die Konstruktion hat zu kämpfen, was die Geschäftsführerin des Keltendorf-Vereins, Ingrid Dietz, in einem Interview erklärte. Die Eichenbalken liegen teilweise auf der Erde, und auch die Holzpfähle sind nicht mehr in bestem Zustand. Der Zahn der Zeit hat hier deutlich seine Spuren hinterlassen. Bisher konnten kleinere Reparaturen zwar während der Saison durchgeführt werden, doch jetzt ist der Umfang der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen einfach zu groß. Und die Notwendigkeit dieser Arbeiten war für den Verein keine Überraschung – man hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, dass eine umfassende Sanierung bald nötig sein würde.
Ein unverhoffter Stillstand
Das Keltendorf wurde 2004 eröffnet und bietet seinen Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Kelten. Die Sanierung zeigt nicht nur die baulichen Herausforderungen, sondern auch, wie realitätsnah das keltische Leben hier rekonstruiert wurde. Aktuell ist der Zeitpunkt der Wiedereröffnung noch ungewiss. Vielleicht wird das Keltendorf in diesem Jahr nicht mehr für Besucher zugänglich sein – eine Perspektive, die sowohl für die Verantwortlichen als auch für die Besucher sehr enttäuschend ist. Die genauen Kosten der Sanierung sind bislang unbekannt und müssen erst ermittelt werden. Der Verein hat kaum Rücklagen, da alle Einnahmen in den Erhalt des Keltendorfs geflossen sind.
Ingrid Dietz hat auch betont, dass Sponsoren willkommen wären, um die Sanierung zu unterstützen. Das Keltendorf ist für viele ein Ort der Begegnung und des Lernens, und eine dauerhafte Schließung steht für den Verein nicht zur Debatte. Es wäre ein herber Verlust, nicht nur für die Region, sondern auch für die Besucher, die aus nah und fern kommen, um die keltische Geschichte hautnah zu erleben. Die Atmosphäre dort – man spürt förmlich die Geschichte, die in der Luft liegt.
Die Bedeutung des Keltendorfs
Das Keltendorf ist nicht nur ein touristisches Highlight, sondern auch ein kulturhistorisches Erbe. Es zeigt, wie wichtig es ist, solche Orte zu erhalten. Die Kelten hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Region, und das Keltendorf vermittelt dieses Wissen auf anschauliche Weise. Die Besucher können nicht nur die Architektur bewundern, sondern auch an Workshops und Führungen teilnehmen, die ein tieferes Verständnis für das Leben der Kelten ermöglichen. Der Verlust eines solchen Projekts wäre nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein kultureller Rückschlag.
Während die Arbeiten voranschreiten, bleibt die Hoffnung, dass bald die ersten Besucher wieder die keltische Lebensweise entdecken können. Denn eines ist sicher: Die Geschichte der Kelten muss weiter erzählt werden. Und das Keltendorf im Donnersbergkreis ist dafür ein lebendiges Zeugnis. Wenn Sie mehr über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Sanierung erfahren möchten, besuchen Sie gerne die ausführlichen Informationen auf der Webseite der SWR.