Heute ist der 26.05.2026 und während wir hier in Österreich die ersten warmen Tage genießen, gibt es in unserem Nachbarland Deutschland interessante Neuigkeiten aus der Vogelwelt. Im Donnersbergkreis hat die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“ stattgefunden, und wie immer wird fleißig gezählt und dokumentiert, was da so im Garten umherflattert. Der Haussperling, der unter den heimischen Vogelarten eine Art Superstar ist, hat erneut den ersten Platz belegt. Doch es gibt einen kleinen Wermutstropfen: Die Zahlen zeigen einen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren.

Insgesamt 48 Teilnehmer aus 38 Gärten haben 1.125 Vögel gezählt. Das klingt nach einer Menge, aber die Datenbasis ist einfach zu klein für eine umfassende Analyse der Trends. Trotzdem bleibt der Haussperling die am häufigsten beobachtete Vogelart im Donnersbergkreis. Landesweit zeichnet die 22. „Stunde der Gartenvögel“ ein gemischtes Bild. Während einige Finkenarten stabil geblieben sind, sind Siedlungsvögel wie der Haussperling, Mauersegler und Mehlschwalbe deutlich seltener gesichtet worden. Ein trauriger Trend, der die Vogelbeobachter besorgt macht.

Ein Blick nach Hessen

<pÄhnlich sieht es in Hessen aus. Dort wurde der Haussperling ebenfalls am häufigsten gesichtet, mit durchschnittlich 4,14 Vögeln pro Garten. Das ist ein Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was zeigt, dass auch hier die Zahl der Gartenvögel insgesamt leicht sinkt – von 32,70 gesichteten Vögeln im Jahr 2018 auf 27 in diesem Jahr. Amseln, die auf dem zweiten Platz landeten, verzeichneten einen leichten Rückgang um ein Prozent, während die Kohlmeise auf Platz drei sogar um drei Prozent abnahm. Dagegen gab es auch positive Nachrichten: Buchfinken zeigten ein Plus von zehn Prozent!

Bernd Petri, ein Vogelexperte beim Nabu, hat sich zur aktuellen Lage geäußert und beruhigt, dass keine neue Infektionswelle mit Trichomonaden zu erwarten sei. Das ist doch mal eine gute Nachricht in diesen unsicheren Zeiten. Trotz der Rückgänge scheinen also einige Vogelarten sich stabil zu halten.

Ein Blick in die Zukunft

Die nächste Gelegenheit, die heimische Vogelpopulation zu zählen, kommt bald. Vom 8. bis 10. Januar 2027 findet die „Stunde der Wintervögel“ statt. Vielleicht erleben wir ja dann eine kleine Wende und die Zahlen steigen wieder. Es bleibt spannend, wie sich die Vogelwelt entwickeln wird, und wir können nur hoffen, dass die Gartenvögel sich in den kommenden Jahren wieder zahlreicher zeigen.

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Die Liebe zur Natur und zu unseren gefiederten Freunden bleibt ungebrochen, und jede Zählung, jede Beobachtung trägt dazu bei, ein klareres Bild über die Entwicklungen in der Vogelwelt zu erhalten. Also Augen auf und vielleicht mal wieder einen Blick aus dem Fenster werfen – da gibt es immer etwas zu entdecken!