Heute ist der 16.07.2026 und in Kaiserslautern läuft das inklusive Straßentheater- und Musikfest „Alles muss raus!“ auf Hochtouren. Vom 17. bis 19. Juli verwandelt sich die Innenstadt in eine lebendige Open-Air-Bühne, auf der rund 200 Künstlerinnen und Künstler aus elf verschiedenen Ländern ihre kreativen Talente zeigen. Das Festival ist nicht nur ein Highlight im Kalender der Stadt, sondern auch ein Teil des 750. Stadtjubiläums von Kaiserslautern. Wie cool ist das denn?

Die ganze Familie kann sich auf ein buntes Programm freuen. Mit Straßentheater, mystischen Figuren, mobilen Konzerten, poetischen Tanzstücken und beeindruckender Luftakrobatik gibt es für jeden etwas zu entdecken. Und das Beste daran? Der Eintritt ist vollkommen kostenlos! Der Auftakt findet traditionell in der Fruchthalle statt, wo eine Revue aus Musik, Tanz und Akrobatik die Besucher begeistert.

Herausforderungen für die Zukunft

Doch trotz dieser bunten Vielfalt steht das Festival vor großen Herausforderungen. Die Finanzierungskosten steigen jährlich – das liegt vor allem an den immer höheren Reise- und Übernachtungskosten, den Gagen und den strengen Sicherheitsvorgaben. Spenden und Fördermittel sind immer schwieriger zu bekommen, und der Hauptförderer für 2026 ist weggebrochen. Das wirft einen Schatten auf die Zukunft des Festivals, denn ohne Unterstützung in Form von finanziellen Mitteln oder ehrenamtlichem Engagement wird es schwer, die Veranstaltung aufrechtzuerhalten.

Die Organisatoren sind deshalb aufgerufen, kreative Wege zu finden, um die Finanzierung sicherzustellen. Besucher haben die Möglichkeit, per QR-Code zu spenden und sich Merchandising-Artikel wie Solidaritäts-Buttons und Aufkleber zu kaufen. Im Herbst 2026 soll eine Entscheidung über die Zukunft des Festivals fallen – die Zeit drängt!

Inklusion im Kunst- und Kulturbereich

Der Ansatz des Festivals, Inklusion und kulturelle Teilhabe zu fördern, spiegelt sich auch in den aktuellen Initiativen der Bundesregierung wider. Projekte, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert werden, müssen Inklusion stärken. Zuwendungsbescheide beinhalten Auflagen nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), um die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) umzusetzen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

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Ebenfalls bemerkenswert ist das Projekt „Access Maker“ von Un-Label e.V., das Beratung und Qualifizierungsangebote zur Inklusion und Barrierefreiheit im Kunst- und Kulturbereich bietet. Von 2024 bis 2027 wird dieses Projekt gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln mit bis zu 398.000 Euro gefördert. Ziel ist es, inklusionsorientierte Handlungskompetenzen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung zu vermitteln.

Die Kulturstiftung des Bundes hat zudem ein Programm für inklusive Kunstpraxis (pik) aufgelegt, das mit 3,9 Millionen Euro gefördert wird. Auch im Filmsektor wird durch das novellierte Filmförderungsgesetz (FFG), das am 1. Januar 2025 in Kraft tritt, die kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verbessert. Barrierefreie Fassungen geförderter Filme müssen hergestellt und auf allen Auswertungsstufen zugänglich gemacht werden. Das alles zeigt, dass Inklusion nicht nur ein Thema für Festivals ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

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