Heute ist der 19.05.2026, und die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft steigt, besonders hier in Koblenz. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt auf Josué Duverger, dem 26-jährigen Torwart des FC Cosmos Koblenz, der kürzlich in das 26-köpfige Aufgebot Haitis für die WM berufen wurde. Das Turnier beginnt am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko, und Haiti hat es nach 52 Jahren endlich wieder geschafft, sich zu qualifizieren. Ein wahres Wunder, wenn man bedenkt, dass die letzte Teilnahme im Jahr 1974 war, wo das Team nach drei Niederlagen und einem desaströsen Torverhältnis von 2:14 aus dem Turnier ausschied.

Josué, geboren in Kanada und mit haitianischen Wurzeln, beschreibt seine Nominierung als einen großen Erfolg, den er sich kaum vorstellen kann. Als einer von drei Torhütern im haitianischen Kader wird er sich gegen starke Gegner beweisen müssen: Haiti trifft in der Vorrunde auf Brasilien, Marokko und Schottland. Duverger hat in der Vergangenheit oft in der dritten Liga in Portugal gespielt, unter anderem bei Sporting Lissabon, bevor er ablösefrei nach Koblenz wechselte. Überzeugt von einem Freund und dem Aufstiegstraum des FC Cosmos, hat er sich für die Oberliga entschieden und fühlt sich mittlerweile sehr wohl in Rheinland-Pfalz, auch wenn das Wetter hier ganz anders ist als in Portugal.

Ein Vorbild für viele

Sein Klub, der FC Cosmos Koblenz, ist über die Nominierung überglücklich und sieht in Duverger ein Vorbild für die jüngeren Spieler. Die Freude über seine WM-Teilnahme ist greifbar, und seine Mitspieler empfinden die Situation als surreal. „Es ist einfach nur geil, dass einer von uns zur WM fährt“, könnte man in den Umkleideräumen hören. Duverger selbst hat die Qualifikation emotional erlebt. Die Feierlichkeiten in Port-au-Prince waren bewegend, und er betont, dass das Team für all die Menschen spielt, die aufgrund eines Einreiseverbots von US-Präsident Donald Trump nicht zur WM reisen können. Ein sentimentales Thema, das ihn und seine Teamkollegen stark berührt.

Die Verbundenheit zu Haiti ist für Duverger von großer Bedeutung. Seine Eltern stammen aus dem ärmsten Land auf dem amerikanischen Kontinent, das von wirtschaftlicher und politischer Instabilität geprägt ist. Wenn er darüber nachdenkt, gibt es in der Tat viele Herausforderungen, die sein Heimatland durchlebt. Duverger möchte mit seiner WM-Teilnahme ein Zeichen setzen und jungen Spielern zeigen, dass man an sich glauben und hart arbeiten sollte, um seine Träume zu verwirklichen.

Der Weg zur WM

Sein Weg bis hierhin war alles andere als einfach. Nach seinem Wechsel nach Koblenz hat er sich schnell in die Mannschaft integriert und die Umstellung von der dritten portugiesischen Liga zur Oberliga als große Herausforderung erlebt. Die Unterstützung seines Teams war dabei unbezahlbar. „Ehrlich gesagt, sehe ich keinen Unterschied zwischen Oberliga und Nationalmannschaft“, sagt Duverger. „Letztendlich geht es um das gleiche Spiel.“ Diese Bodenständigkeit macht ihn bei seinen Mitspielern besonders beliebt.

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Wenn Haiti im Juni gegen Schottland, Marokko und Brasilien antreten wird, wird Josué Duverger nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Familie und das haitianische Volk spielen. Die ganze Region schaut gespannt auf seine Leistungen, und die Nachricht von seiner Nominierung hat nicht nur in Koblenz, sondern auch in Haiti Wellen geschlagen. Duverger sieht seine Teilnahme als Erfüllung eines Traums und ist bereit, alles zu geben. Die WM 2026 könnte für Haiti, und insbesondere für Josué, eine ganz neue Geschichte schreiben.