In Ludwigshafen hat die Hitze mal wieder für ordentlich Wirbel gesorgt. Am Samstag, dem 26. Juni 2026, kam es im Bereich Maxdorf zu einer Gleisverwerfung, die den Betrieb der Rhein-Haardtbahn (RHB, Linie 9X) zwischen Ludwigshafen und Bad Dürkheim erheblich beeinträchtigte. Die hohen Temperaturen führten zu Verformungen der Schienen, was dazu führte, dass der Streckenabschnitt ab Maxdorf in Fahrtrichtung Bad Dürkheim gesperrt wurde. Passagiere mussten sich an der Haltestelle Maxdorf auf einen Umstieg in einen Pendelverkehr nach Dürkheim einstellen.

Am darauffolgenden Sonntag wurde die Strecke zwar weitgehend freigegeben, die Gleisverwerfung selbst bleibt jedoch ein Problem. Der Abschnitt zwischen Bad Dürkheim Bahnhof und Hans-Warsch-Platz kann nun wieder in beide Richtungen befahren werden – allerdings nur über einen Gleiswechsel. Eine Reparatur des Gleises ist für Montag geplant, doch die Fahrgäste müssen weiterhin mit Ausfällen, Verspätungen und längeren Reisezeiten rechnen. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte sich regelmäßig die aktuellen Informationen auf der Website www.rnv-online.de anschauen.

Gleiserneuerung in zwei Phasen

Das ist aber noch nicht alles. Ab dem 11. Oktober 2025 stehen Gleiserneuerungen auf dem Programm, die bis zum 26. Oktober 2025 abgeschlossen sein sollen. Verantwortlich dafür ist die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). Die betroffenen Linien sind nicht nur die 9X, sondern auch die Linien 4/4A. In der ersten Phase, die vom 11. bis zum 19. Oktober dauert, verkehren die Linien 4/4A und 9X nur zwischen Waldfriedhof/Käfertaler Wald beziehungsweise Luisenpark/Technoseum und Ellerstadt Ost. Ein Schienenersatzverkehr wird zwischen Maxdorf und Bad Dürkheim Bahnhof eingerichtet.

Besonders interessant: Zwischen dem 12. Oktober und 17 Uhr entfällt der Halt an Fußgönheim Bahnhofstraße und Ellerstadt Kreissparkasse wegen der Kerwe. In der zweiten Phase, vom 20. bis 26. Oktober, endet die Linie 4/4A an der Haltestelle Oggersheim Comeniusstraße, während die Linie 9X vollständig entfällt. Hier bleibt den Fahrgästen nur der Umstieg zwischen Bahn und Bus an den entsprechenden Haltestellen. Die Bauarbeiten stehen im Zeichen der Erneuerung der Gleisanlagen und eines Bahnübergangs, um die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Infrastruktur langfristig zu modernisieren.

Hintergründe zur Gleisverwerfung

Was steckt eigentlich hinter einer Gleisverwerfung? Es handelt sich dabei um eine unbeabsichtigte Verformung von Gleisen, die die Befahrbarkeit negativ beeinflussen kann. Solche Verwerfungen entstehen meistens durch thermische Ausdehnung der Schienen bei großer Sommerhitze. Früher wurden diese Längenausdehnungen durch Dehnungsfugen ausgeglichen, heutzutage sind die Gleise so konzipiert, dass die thermischen Kräfte vom Oberbau, also den Schwellen und dem Gleisbett, aufgenommen werden. Doch wenn dieser Oberbau nicht einwandfrei funktioniert, beispielsweise durch mangelhafte Verlegung oder extreme Hitze, kann es zu Gleisverwerfungen kommen – und das kann im schlimmsten Fall zu Entgleisungen führen.

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Insgesamt ist es also ein recht komplexes Thema. Gleisverwerfungen können in der Regel während des Befahrens entstehen, was die Gefahr zusätzlich erhöht. Besonders spannend ist, dass die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) 2019 testeten, ob weiß angemalte Schienen helfen, die Erhitzung zu minimieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese und weitere Maßnahmen in der Zukunft auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs auswirken werden.

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