Heute ist der 20.04.2026 und im Kreis Mainz-Bingen wird intensiv über die Zukunft der schulischen Bildung nachgedacht. Der Kreis hat fünf mögliche Standorte für eine neue Integrierte Gesamtschule (IGS) vorgeschlagen: Nackenheim, Hahnheim, Mommenheim, Undenheim und Bodenheim. Diese Initiative ist notwendig, da die bestehenden Schulen im Kreis überlastet sind. Der Landkreis prüft die Standorte derzeit noch nicht ausreichend; die Verwaltung plant jedoch eine intensive Abwägung der Vor- und Nachteile der Grundstücke.
Ein zentrales Kriterium bei der Standortwahl ist die Erreichbarkeit mit öffentlichem Nahverkehr, ebenso wie das Vorhandensein von Sportstätten. Landrat Thomas Barth (CDU) hat angekündigt, Gespräche mit den Ortsbürgermeistern zu führen und die Standorte Fachleuten vorzulegen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Der Antrag zum Bau der neuen Schulen soll bis Ende März bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eingereicht werden. Unterricht in der neuen IGS sowie in einem neuen Gymnasium in Stadecken-Elsheim soll im übernächsten Schuljahr beginnen.
Dringender Handlungsbedarf
Die Situation in den bestehenden Schulen ist alarmierend: Das Gymnasium Nieder-Olm startet mit neun 5. Klassen, während die IGS in Ingelheim, Nieder-Olm, Oppenheim und Sprendlingen nicht alle Schüler aufnehmen können. Aktuell müssen 400 Kinder abgelehnt werden, was den dringenden Bedarf an neuen Schulen unterstreicht. Ein neuer Standort für die IGS soll bis zum Kreistag am 17. April feststehen, wobei die Genehmigung durch den Kreistag als sicher gilt. Nach dieser Genehmigung wird der Standort der ADD nachgereicht.
Die Zielsetzung des Kreises ist klar: Die beiden neuen Schulen sollen im Schuljahr 2027/2028 ihren Betrieb aufnehmen. Diese Entwicklung könnte nicht nur die Schulplatzsituation entspannen, sondern auch die Bildungschancen für die Kinder im Landkreis erheblich verbessern.
Zusammenfassung der nächsten Schritte
Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, eine Entscheidung über den Standort zu treffen, die sowohl den Anforderungen der Schüler als auch den Gegebenheiten vor Ort gerecht wird. Die Gespräche mit den Ortsbürgermeistern sind ein wichtiger Schritt in diesem Prozess. Mit der Vorlage der Standorte an Fachleute werden fundierte Grundlagen geschaffen, um die besten Optionen für die neuen Schulen zu evaluieren.
Die Entwicklungen im Kreis Mainz-Bingen verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Bildungssektor kontinuierlich zu stärken und an die wachsenden Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. Der Kreis wird alles daran setzen, die nötigen Genehmigungen schnell zu erhalten, um den Schülerinnen und Schülern bald eine geeignete Lernumgebung zu bieten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter SWR Aktuell.