Heute ist der 28.05.2026 und in Mainz stehen große Veränderungen an. Der Abriss der Hochstraße, einer der bekanntesten Verkehrsadern der Stadt, beginnt im Herbst 2023 und wird bis Ende 2028 oder Anfang 2029 andauern. Diese rund 1.500 Meter lange Spannstahlbrücke, die die Rheinallee mit der Mombacher Straße verbindet, ist baufällig und muss dringend ersetzt werden. Die Stadtverwaltung hat den Rückbauauftrag erteilt, dessen Kosten sich auf 33 Millionen Euro plus Nebenkosten belaufen. Durchgeführt wird der Rückbau von einer Firma aus Ulm, die in den nächsten Jahren viel zu tun haben wird.
Die Hochstraße ist nicht nur ein Bauwerk, sondern ein Teil der Stadtgeschichte. Sie überquert nicht nur Straßen und Bustrassen, sondern auch drei Bahntrassen, was die Herausforderung des Rückbaus erheblich erhöht. Zeitweise müssen diese Bahnstrecken gesperrt werden, was natürlich auch Auswirkungen auf den Verkehr hat. Besonders knifflig wird es aufgrund der dichten Bebauung rund um die Brücke. Zudem müssen etwa 40 Anlieger unter der Brücke—darunter auch das Mainzer Tierheim—temporär umziehen, was für viele eine Umstellung bedeutet.
Planung und Umsetzung
Im Zuge des Rückbaus hat die Stadt Mainz eine Ausschreibung im Vergabeverfahren des wettbewerblichen Dialogs vorbereitet. Das bedeutet, dass die Bewerber die Möglichkeit haben, funktionale Lösungen vorzuschlagen, was die Stadtverwaltung in der Planung flexibilisiert. Die Hochstraße wird bis zum Abriss gemäß den deutschen DIN-Vorgaben regelmäßig geprüft und gewartet. Es ist wichtig, dass die Sicherheit an oberster Stelle steht—daher wurden Sicherheitsnetze gespannt, um mögliche Betonbröckel zu verhindern.
Ein interessanter Punkt ist der Recycling-Aspekt des Abrisses. Rund 80% des Abbruchmaterials sollen recycelt werden, was nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch zeigt, dass die Stadt Mainz zukunftsorientiert plant. Auch die Planung des Rückbaus erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt Ludwigshafen, wo ebenfalls eine Hochstraße abgerissen wird. Man könnte sagen, dass hier ein gewisser interkommunaler Austausch stattfindet, der zeigt, wie wichtig solche Projekte für alle Beteiligten sind.
Sicherheitsmaßnahmen und Herausforderungen
Aktuell findet bereits der Abbruch der Berührungsschutzplatten über den Bahngleisen statt, eine vorgezogene Maßnahme aus Sicherheitsgründen. Die Stadtverwaltung hat ein wachsames Auge auf die Hochstraße, denn der Zustand des Bauwerks verlangt regelmäßige Bauwerksprüfungen und Sichtkontrollen. Das Ziel ist es, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, während gleichzeitig die Vorbereitungen für den Rückbau getroffen werden.
Mit dem Beginn der Abrissarbeiten wird auch ein Kapitel der Stadtgeschichte geschlossen. Es bleibt abzuwarten, wie die neue Planung aussehen wird und welche neuen Verkehrswege der Stadt zugutekommen werden. Der Rückbau wird nicht nur das Stadtbild verändern, sondern auch den Verkehr und die Lebensqualität der Anwohner beeinflussen. Auf die kommenden Jahre dürfen wir also gespannt sein. Es gibt viel zu tun, und die Stadt Mainz hat sich viel vorgenommen.
Es ist also ein spannendes Projekt, das viele Herausforderungen mit sich bringt, aber auch die Chance auf eine bessere Infrastruktur für die Bürger von Mainz. In den kommenden Monaten und Jahren wird sich zeigen, wie alles umgesetzt wird und ob die Pläne der Stadtverwaltung fruchten.
